Montag, 14. September 2020
Der Grad der Peinlichkeit einer peinlichen Angelegenheit...
lässt sich von mir nie genau bestimmen und das hat mir schon oft das Einschlafen erschwert. Genauso wie die Frage ob "peinlich" ein moralischer, ästhetischer oder bloß ein schnöde psychologischer Begriff oder alles zusammen oder ganz was anderes ist. Für mich ist "Peinlichkeit" glaube ich, ein Moral-Ersatz, da ich ja theoretisch moralischer Subjektivist bis Nihilist bin. Es gibt kein Gut und Böse, nichts ist verboten, alles ist erlaubt auch Genozid, da es keine absolute Instanz gibt, die richtet bzw. ver-urteilt. Wenn ich was gemacht habe, was sich irgendwie nicht "in Ordnung" anfühlt, dann schäme ich mich mehr, als dass ich Schuldgefühle hätte, wobei sich das ja durchaus mischen kann, manchmal ist es auch irgendwie fast dasselbe, wenn man nur an die Sexualmoral denkt. Vater ich habe gesündigt, ich habe schmutzige und peinliche Gedanken gehabt, blablabla....

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