Freitag, 2. Oktober 2020
das dumme an hikikomori ist,
dass es nur bei jungen menschen gut klappt, die bei ihren eltern wohnen und diese hinreichend gut manipulieren können, damit sie für alles nötige sorgen, was auch ein eremit braucht. oder bei reichen alten menschen. ein armer alter mensch muss immer mal wieder raus, ein zwei mal die woche mindestens. ansonsten halte ich es immer noch für eine gute sache, ich kann es halt selbst nicht umsetzen. die verweigerung, bei dem ganzen hektischen scheiß mitzumachen, dem ganzen unnötigen scheiß, ohne gleich ganz extrem werden zu müssen. ich glaube, dass eine zeit lang hikikomori für viele menschen durchaus heilsam sein könnte. es gibt viele psychotherapien, die mehr schaden als helfen, ambulant oder stationär, wenn man die leute, die ausgebrannten und fertigen, die sich nicht mehr zu helfen wissen, wenn man die nicht vollsülzen würde und beschäftigen mit irgendeinem scheiß wie ergotherapie und sport, wenn man die nicht auch noch im krankenhaus mit gutgemeinten pflichtprogrammen stressen würde, sondern ihnen einfach die gelegenheit gäbe, sich etwas intensiver zurückzuziehen, mit der möglichkeit, doch etwas gemeinsam mit anderen zu machen oder mit jemandem zu sprechen, wenn man TATSÄCHLICH DAS BEDÜRFNIS DAZU SPÜRT, dann könnte man viel mehr erreichen als mit dem standard-scheiß, der sonst so durchgeführt wird. oder halt lobotokomori, das hilft immer.

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