Montag, 23. Oktober 2017
ICH WURDE VON MEINER PSYCHOANALYTIKERIN VERGEWALTIGT! MIT EINEM RIESEN DICKEN BLACK HAMMER DILDO!
Me too. My Psychoanalyst over ten years ago. Just verbally. Suggested, that there was an erotic tension between us too, which I myself had not felt, but of course, it must have been my subconsciousness not allowing me to 👀 this immense tension and attraction. She didn’t take my point of view seriously. So I told her that I lost my trust in her and had to quit. Then she became really nasty. She did not threaten me directly, but “prophesied” that if I follow that path, I would never be healed but just continue running from one therapist to another and only get sicker and sicker. This did not traumatize me. But it was really irritating and annoying. And made me rather skeptical reagarding psycho therapy.

ICH WURDE VON MEINER PSYCHOANALYTIKERIN VERGEWALTIGT! MIT EINEM RIESEN DICKEN BLACK HAMMER DILDO!

Okay, nicht ganz. Sie hat mir nur relativ subtil sexuell belästigt. Natürlich nur verbal, denn das könnse ja am besten, die Analytiker. Und auch nur relativ subtil. Wenn man, ohne große Bezugnahme auf das, was der Patient einem gerade erzählt hat, in den Raum wirft, was für eine außerordentliche sexuelle Spannung zwischen Patient und Analytikerin herrsche, dann ist das halt nur relativ subtil.
Ich fand es erst ein bisschen witzig, schließlich war ich auch schon Ende zwanzig und habe einiges gesehen von der Welt der sexuellen Abweichung, aber so was noch nicht. Habe ich auch noch ganz ruhig und sachlich und so höflich wie möglich widersprochen. Ich war damals zwar noch schlank und jung und so ungefähr eine 7 auf der Skala, aber ich fühlte mich trotzdem auch geschmeichelt, und wollte ihre Gefühle nicht verletzten.
Trotzdem musste ich darauf beharren, dass da null Erotik für mich im Spiel war. Dann ging das psychoanalytische Machtkampf-Spiel los. Alles was der Patient sagt, ist ja nicht als das was es ist zu sehen, sondern Ausdruck von Widerstand, Abwehr, Übertragung usw. Mein Unterbewusstsein hat mir wohl einfach die Augen verschlossen vor ihrer sexuellen Attraktivität, meine Nase verschlossen vor ihren unwiderstehlichen Pheromonen, die Blutzufuhr zu meinen Schwellkörpern verschlossen, denn wahrlich - ich hätte eigentlich in der Hose abspritzen sollen bei so einer aufreizenden Aussage von so einer geilen Schlampe!
Naja, war kein langes Machtkampf-Spiel, nachdem ich merkte, dass Sie darauf bestand, war ich ziemlich angepisst und in der nächsten Stunde habe ich die Tante dann als meine Seelenklempnerin gefeuert. Da wurde sie richtig fies und hat mir so über Bande gedroht. "Gedroht" ist etwas übertrieben, sie hat mir nur prophezeit, dass dieser Entschluss von mir eine Flucht darstellt, dass ich mich nicht mit meinen Problemen auseinandersetzen will. Wenn ich so weitermachen würde, dann würde ich nie geheilt werden, nur immer von einer Therapie zur anderen rennen, wobei es mir konstant schlechter gehen würde.
Das hat mich schon etwas geschockt, war aber nur ein Grund mehr, der Dame goodbye zu sagen. Traumatisiert hat mich das ganze nicht. Allerdings höllisch gegen psychotherapeutische Deutungs-Hoheitsansprüche (sind nicht nur die Analytiker, die einem das Leben apodiktisch womansplainen und keinen Widerspruch dulden, auch Verhaltensonkel und Gesprächstanten können autoritär auftrumpfen, von Hypnotiseurinnen ganz zu schweigen) skeptisch gemacht.

Ironischerweise hat sie tatsächlich Recht behalten. Also mit der Prognose meines Krankheitsverlaufs. Ich bezweifle, dass ihre Schlussfolgerung richtig war, dass ich jetzt gesund wäre, wenn ich sie als meinen weiblichen sexy Messias akzeptiert hätte. Aber man weiß ja nie. Ist ja alles nur Spekulation.
Vielleicht wären wir jetzt glücklich verheiratet mit Kindern in Berlin Steglitz, und ich hätte mein kleines Espresso-Cafe neben ihrer Praxis. Das hätte sie mir nach zehn Jahren treuer Dienste als Liebhaber, Sekretär, Hausmann und Therapie-Versuchskaninchen aus tiefster Dankbarkeit geschenkt.
Ja, war schon doof von mir, das nicht erkannt zu haben damals. Sexual harassment kann DIE CHANCE deines Lebens sein, du musst sie nur ergreifen! Und maximal noch ein paar rhythmische Bewegungen machen.

So, Herr Brauck, hier hamse meine Metoo-Story. Ich weiß, ich hätte jetzt erst mal den Frauen zuhören müssen, die immer zu lange mit dem male gaze angeguckt werden. Ist ja auch schlimm. Aber ich wollte halt auch gerne mal auf den Opferzug draufspringen. Der arme kleine Dreadpan als Opfer und ne Frau als Täterin. Yessss! I win!

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Spiegel spinnt mal wieder. Da bezahl ich keine 39 Cent für!
“Kommentar Titelgeschichte
Harvey Weinstein und wir
Der Fall Weinstein und die Verunsicherung der Männer
Die Frauen haben den Feminismus - und die Männer? Sind verunsichert.
Die Männer müssen jetzt erst einmal schweigen. Sicher, es gibt auch männliche Opfer sexueller Übergriffe. Auch Jungen
werden häufig missbraucht. Und sie sind, jeder einzelne, nicht weniger Opfer, nur weil sie Männer sind.
Aber darum geht es jetzt nicht. Die Enthüllungen über den Filmproduzenten Harvey Weinstein haben eine solche Wucht, weil
sie einen Mann als Täter und viele Frauen als Opfer zeigen. Weil die Übergriffe bei Weinstein offenbar System hatten und weil
sich, je mehr Frauen über das berichten, was ihnen anderswo geschah, der Verdacht kaum noch abweisen lässt, dass Männer
überhaupt viel zu oft und viel zu gern ihre Macht über Frauen ausnutzen.
Der Verdacht, dass es nicht nur ein Problem Weinstein gibt, sondern ein Problem Mann.
Die erste Reaktion kann da nur sein: zuzuhören, die Klappe zu halten. Und: zu akzeptieren, dass es sich nicht nur um ein paar
Bürogeschichten aus der Vorzeit handelt, nicht nur um ein paar Machenschaften im fernen Hollywood.
Und die zweite muss sein: zu versuchen, den Ausweichmechanismen, die instinktiv einsetzen, selbst auszuweichen. Man
kann sich von diesen Reflexen als Mann kaum freimachen. Von diesem: Es ist doch schon viel besser geworden. Diesem: Die
meisten Männer sind doch nette Kerle. Diesem: Das muss eine Verwechslung sein, ich bin nicht Harvey Weinstein.
Die auffälligste Beobachtung der vergangenen Tage ist: So gut wie jeder Mann fühlt sich angegriffen. Nicht direkt, aber
unterschwellig. Nicht persönlich, aber politisch. Gesellschaftlich. Sofort greift der Verteidigungsreflex. Zwischen: Ich bin kein
Vergewaltiger. Und: Ist es jetzt schon verboten, einer Frau Komplimente zu machen? Und die ganz Cleveren
überkompensieren ihr Unwohlsein, indem sie den notorischen Frauenversteher und leider auch Frauenerklärer geben.
Die Aufgabe aber, die jetzt auf die Männer zukommt, ist eine andere. Es ist das Männerverstehen und Männererklären. Und
das kann durchaus schmerzhaft werden.
Da geht es sehr wohl um Weinstein und uns. Um die Verbindung von Status und Sex, Geld und Sex, Macht und Sex. Um
Männlichkeit, um männlichen Erfolg und seine Symbole.
Um Frauen als Symbol für männlichen Erfolg etwa. Der schier endlose Reigen von Bildern, auf denen Weinstein weibliche
Filmstars im Arm hält - ist der erst mit dem Wissen von heute problematisch? Oder war er nicht schon immer der sichtbare
Auswuchs eines Systems, in dem die Frau zur Trophäe mächtiger Männer degradiert wird?
Und gehören die, die Frauen als Trophäen männlichen Erfolgs akzeptieren, nicht selbst schon zum System? Schaffen Männer
das Umfeld, in dem andere Männer sich dann so benehmen können, wie es Weinstein tat? Und schaffen Frauen dieses
Umfeld nicht auch? Und darf man das als Mann sagen?
Genau da wird es hakelig. Genau da beginnt die neue Unsicherheit der Männer. Ob ein Kompliment nett gemeint ist oder
anzüglich, darüber lässt sich reden. Was verboten sein sollte, dürfte sich klären lassen. Aber in welcher Weise sich das
Selbstverständnis der Männer ändern muss, darüber hat die Debatte kaum begonnen.
Geführt und erlebt wird sie von vielen Männern allenfalls als Rückzugsgefecht. Sie sind irritiert, verunsichert, sie halten sich
raus. Die Frauen dagegen erobern in einem zä🐔 Kampf Millimeter um Millimeter gesellschaftliche Räume. Sie wehren sich.
Sie bestimmen den Diskurs.
Und das hat seinen Grund. Frauen denken seit Jahrzehnten über das Frausein nach. Der Feminismus hat eine Debattendichte
erreicht, deren Verästelung manchmal absurd erscheint, die aber Frauen eine Vielzahl von Angeboten macht auf die Frage:
Welche Frau willst du eigentlich sein?
Der Diskurs der Männer ist im Grunde nie über das hinausgekommen, was Herbert Grönemeyer 1984 zu der Frage “Wann ist
ein Mann ein Mann?” ironisch textete: “Männer kaufen Frauen. Männer kriegen dünnes Haar.” Es gibt nicht einmal einen
Begriff. Der “Maskulinismus” ist bloß eine Rückwärtsbewegung, die Machomacht verteidigen will. Und überdies
bedeutungslos.
Ein wirklicher Diskurs über Männlichkeit wäre anstrengend. Weil es ja nicht darum geht, alles Männliche einfach
abzuschleifen, das Eigene in politischer Überkorrektheit zu ersticken oder schlicht eine bessere Frau zu werden, nur eben als
Mann. Macht und Status und Geld und Sex sind ja keine an sich verabscheuungswürdigen Ziele. Und sich etwas zu
erarbeiten, zu erkämpfen und stolz darauf zu sein, das können Männer durchaus auch weiter als männlich begreifen.
Die Männer sollten schlicht aufhören, immer die Frauen um Auskunft zu bitten. Sie sollten endlich anfangen, über sich selbst
nachzudenken und sich zu fragen: Welcher Mann willst du eigentlich sein?
Geführt und erlebt wird die Debatte von vielen Männern allenfalls als Rückzugsgefecht. Sie halten sich raus.
Brauck , Markus”

SAG MAL SPINNST DU?
Die Männer müssen jetzt erstmal schweigen, egal ob sie selber Opfer von sexueller Gewalt sind oder nicht? Schreibt ein Hetero-Cis-Mann, der unter Umständen selbst keine Erfahrung mit sexueller Gewalt hat (weiss man ja nich) Was ist mit Transfrauen, Transmännern, Non Binaries? Nee, aber ein schönes dickes fettes heteronormatives "wir Männer"! Schönen Dank auch, dass du mir die Welt mansplainst, und wie ich mich aufgrund meiner Gene darin zu bewegen habe! Du bigotter Sack! Frauen als Trophäen! Also ob man das in der Spiegelredaktion nicht kennt! Wie wärs mit Frauen und Kindern als Trophäen? Die werden ja auch ständig in den sozialen Medien gepostet, als Beweis, dass man "Leben fertig gemacht hat" und nicht das Leben einen selbst. "Endlich mal die Klappe halten und zuhören!" Ja genau, das Klappe halten würde mir schon reichen. Warum machst du nicht mal was Unverfängliches, ne TV-Zeitung zum Beispiel?

Was ist mit Täterfrauen? Was mit Täterfrauen, die auch Opfer waren? Über die muss erstmal geschwiegen werden!
Vor allem von potentiellen Tätern wie allen Männern! Sexuelle Belästigung, Missbrauch und Gewalt gegen Männer gibt es auch. Sicher. Und die sind auch was wert. Sicher. Aber um die geht es jetzt nicht, nicht jetzt, nicht hier, der Hashtag trendet gerade nicht. Um die ging es neulich, als ich was über die Katholische Kirche schreiben durfte. Aber nicht jetzt.
Opfergruppen Prioritäten zuordnen und gegeneinander ausspielen, das ist wohl die neue Solidarität 3.5 - damit kann beim gesellschaftlichen Wandel nix mehr schief gehen!

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Samstag, 21. Oktober 2017
Wikipedia DIY : Abschaum
Abschaum entsteht beim Kochen von Sachen mit Eiweiß drin. Er besteht aus Eiweiß, das aus dem Kochzeug rausgekommen ist, und kommt am Anfang raus. Er ist zuerst weiß und wird dann grau, da Zeug aus dem Kochwasser an ihn dranpappt. Ist das Eiweiß im Abschaum hart geworden, macht er das Kochwasser trübe. Wer da keinen Bock drauf hat, kann das Zeug mit so nem Spezial-Löffel rausfischen.

Seit dem Mittelalter oder so sagt man Abschaum für „schlechte, ausgestoßene Menschen“, „Pöbel“, im weitesten Sinne also: „Abfall“.

Der Spruch „Abschaum der Welt“ kommt von Apostel Paulus. Da meint er sich und seine Kumpels selber mit. Die alten Kinderficker sagten: περικαθάρματα τοῦ κόσμου – perikatharmata tou kosmou. Respekt! Versuchen Sie, das mal auszusprechen, mit nem Knabenpimmel im Mund! Obwohl, das war glaube ich andersrum. Egal, und nach dem Symposium findet dann bei den Schülern von Sokrates voll die Party im Flachwitz

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Freitag, 20. Oktober 2017
Frau Dreadpan im Glück

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Platz der Luftbrücke


Hat denn keiner Mitleid mit den Verdammten?

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Donnerstag, 19. Oktober 2017
Der Altweibersommer des Lebens und seine ungeahnten Vorteile

Darmstadt

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Vorsicht Satire! Copyright by me
Das Hochnotpeinliche Halsgericht Darmstadt hat entschieden, dass das Wort "Schwulität" nicht als volksverhetzend geltend gemacht werden darf. Ein weiterer Sieg gegen die linksgrüne Gedankenunfreíheit und den Knebel namens political correctness!

Schwulität
Schwulität bzw. Schwulibus bedeutet „Verlegenheit“, „Bedrängnis“, „Schwierigkeit“ oder „Angst“. Erhalten haben sie sich in den Redensarten „in Schwulitäten geraten“ und „in Schwulibus sein“, welche eine schwierige oder peinliche Situation beschreiben.

Das niederdeutsche Wort schwul für „drückend heiß“ wurde im 17. Jahrhundert ins Hochdeutsche übernommen und im 18. Jahrhundert, wahrscheinlich durch Beeinflussung des Antonyms kühl,[1] in schwül umgewandelt. Bei einer Schwüle oder drückenden Hitze fühlt man Beklommenheit.[2] Wenn man in Bedrängnis kommt, kann einem auch „ganz heiß“ werden.[3] Für die Nebenbedeutung „ängstlich, bange, herzbeklommen“ wird schwul noch etwas länger verwendet[4] und ist auch in lokalen, umgangssprachlichen Wörterbüchern belegt.[5][6] Man konnte sagen: „mir ist schwul zu Muthe“,[2] „mir ist schwul“, „ich bin schwul“.[7] In der Studentensprache des 18. Jahrhunderts wurde die daraus folgende scherzhafte Bildung Schwulitäten gängig[8], zusammengezogen Schwuliten.[9] In Gottfried August Bürgers Ballade Der Kaiser und der Abt heißt es:

Kein armer Verbrecher fühlt mehr Schwulität,
Der vor hochnotpeinlichem Halsgericht steht.[10]
Eine weitere synonyme, pseudo-lateinische Wortkreation ist Schwulibus.[11][12] Eine Verbindung von beiden gibt es in einem alten Studentenlied:

Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hofft auf ihn bei Bier und Kuss,
den thut er wundersam erhalten
in allen Schwulitatibus.[13]
Von der Studentensprache wurden die Begriffe später in die Gemeinsprache übernommen.

Im Rheinischen existiert neben Schwulität[14] noch Schwallität für „Aufregung“.[15]

Schwul im Sinne von „homosexuell“, welches denselben Wortursprung hat, ist erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich. Schwulität hat ursprünglich keine Verbindung dazu. Manchmal wird es diesbezüglich als doppeldeutiges Wortspiel oder mit euphemistischer Absicht verwendet.[16][17][18][19] Selten wird es als Synonym für männliche Homosexualität verwendet,[20][21][22][23] die passenderen Ausdrücke dafür sind Schwulsein und die selten verwendete Schwulheit.[24]

Darmstadt.

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Drüsenvorsteher Dr. Rüdiger Dahlke erklärt die Vorsteher-Drüse


Prostata


Die Prostata (altgr. προστάτης prostátēs ‚Vorsteher‘, ‚Vordermann‘) oder Vorsteherdrüse ist eine akzessorische Geschlechtsdrüse aller männlichen Säugetiere einschließlich des Menschen und produziert einen Teil des Spermas. Sie liegt beim Menschen unterhalb (bei Tieren entsprechend hinter) der Harnblase und umkleidet den Anfangsteil der Harnröhre (Urethra) bis zum Beckenboden. Sie gleicht beim Mann in Größe und Form einer Kastanie. An die Rückseite der Prostata grenzt Mastdarmstadt (Rektum). Deshalb kann sie vom Enddarm aus mit den Fingern ertastet und beurteilt sowie in sexuellem Kontext auf diesem Weg stimuliert werden.

Das Pendant zur männlichen Prostata ist bei weiblichen Säugetieren die Paraurethraldrüse.

Prostata und Samenblasen
Die Prostata liegt subperitoneal, das heißt unter (bei Tieren entsprechend hinter) dem Bauchfell (Peritoneum). Sie ruht auf dem Diaphragma urogenitale und schmiegt sich von kaudal (beim Menschen unten, bei Vierfüßern hinten) an den Fundus (klinisch auch „Hals“) der Harnblase an. Dorsal (zum Rücken hin) wird sie durch Mastdarmstadt (Rektum) begrenzt, ventral (zum Bauch hin) durch die Schambeinfuge (Symphysis pubis). Mit dieser ist sie durch ein Band, das Ligamentum puboprostaticum, verbunden. Durch die Mitte der Prostata verläuft die Harnröhre (Urethra). Aus diesem Grund kann es bei einer krankhaften Vergrößerung der Prostata zu Problemen beim Wasserlassen kommen.

Durch die Prostata verläuft beim Menschen außerdem der paarig angelegte Spritzkanal (lat. Ductus ejaculatorius), durch den während der Ejakulation ca. 70 % des Ejakulat-Volumens hindurchfließen, nämlich die Fraktionen aus dem gleichseitigen Nebenhoden und aus der gleichseitigen Bläschendrüse.[1]

Funktion
Die Prostata ist eine exokrine Drüse mit Ausführungsgängen in die Harnröhre. Sie besteht aus circa 30 bis 50 Einzeldrüsen, genauer tubuloalveolären Drüsen. Diese produzieren ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit den Spermien vermischt. Das Sekret macht beim Menschen etwa 30 % des Ejakulates aus.[2] Da die Vagina zum Schutz vor Infektionen sauer ist, erhöht das Prostatasekret mit seinem pH-Wert von 6,4 die Überlebenschancen der Spermien.[2] Zum anderen enthält das Prostatasekret ein biogenes Amin zur Zellproliferation, welches bewegungsauslösend auf die Spermien wirkt. Des Weiteren wird aus den Epithelzellen der Prostata das prostataspezifische Antigen (PSA) sezerniert. Es handelt sich um eine Serinprotease, welche das Ejakulat durch Spaltung bestimmter Eiweiße dünnflüssiger macht. Das PSA ist ein wichtiger laborchemischer Marker für Erkrankungen der Prostata, insbesondere bei Prostatakrebs.

Blutversorgung und Lymphdrainage
Die die Prostata versorgenden Arterien entspringen hauptsächlich Ästen der Arteria iliaca interna (innere Beckenarterie), besonders der Arteria vesicalis inferior (untere Blasenarterie, bei Tieren als hintere Blasenarterie, Arteria vesicalis caudalis, bezeichnet), aber auch der Arteria pudenda interna (innere Schamarterie) und Arteria rectalis media (mittlere Mastdarmarterie).

Die Venen der Prostata bilden einen Plexus (Geflecht) um ihre Seiten und ihre Basis. Dieser Plexus venosus prostatae entleert sich in die Vena iliaca interna (innere Beckenvene). Außerdem hat er nach kranial (kopfwärts) Verbindungen mit dem Plexus venosus vesicalis (Venengeflecht der Harnblase) und nach dorsal (zum Rücken) mit dem Plexus venosus vertebralis internus (inneres Venengeflecht der Wirbelsäule). Die Lymphdrainage der Prostata erfolgt durch Lymphgefäße, die sich in die Lendenlymphknoten und die Kreuzlymphknoten entleeren.

Innervation
Die Prostata wird durch Sympathikus und Parasympathikus innerviert. Die sympathischen Fasern entstammen dem Plexus hypogastricus inferior. Sie innervieren die Ausführungsgänge und die glatten Muskelzellen. Die parasympathischen Fasern entstammen den Rückenmarkssegmenten S2−S5. Sie verlaufen als Nervi splanchnici pelvici ebenfalls zum Plexus hypogastricus inferior. Sie enden unter der Basalmembran des Epithels.

Säugetiere
Bei den Nichtprimaten unterscheidet man vergleichend-anatomisch einen kompakten Drüsenkörper (Corpus prostatae, fehlend bei Schafen und Ziegen) und in die Harnröhrenwand eingelagerte Einzeldrüsen (Pars disseminata, „verstreuter Teil“, fehlt bei Pferden).

Das Corpus prostatae ist bei Hunden, Katzen, Rindern, Schweinen und Pferden in einen linken und rechten Lappen unterteilt. Beim Hund ist es relativ am größten, beide Lappen verschmelzen weitestgehend und umschließen die Harnröhre vollständig, bei den anderen Tieren liegt es jeweils seitlich an der Harnröhre und in direkter Nachbarschaft zur davor liegenden Samenblasendrüse. Bei Nagetieren besteht die Prostata aus drei paarigen Lappen, wobei der am weitesten vorn gelegene Lobus cranialis meist als Koagulationsdrüse bezeichnet wird. Die anderen beiden Lappen (Lobus dorsalis und ventralis) liegen dahinter, seitlich und ober- oder unterhalb der Harnröhre. Bei Hasenartigen lassen sich beidseits zwei Lappen (Lobus dorsalis und ventralis) unterscheiden.

Die Ausführungsgänge der Prostata münden seitlich des Samenhügels in den Beckenteil der Harnröhre.

Der Querschnitt der Prostata kann in drei Zonen unterteilt werden, die sich in den Ausführungsgängen der Drüsen unterscheiden: die periurethrale Mantelzone, die Innenzone und die Außenzone. Die Ausführungsgänge der Drüsen in der inneren Zone enden direkt in die Harnröhre. Die Drüsen in der äußeren Zone sammeln ihr Sekret in gemeinsamen Ausführungsgängen, bevor sie in der Harnröhre enden. Diese Einteilung ist bei der Entstehung von Tumoren von Bedeutung (s. unten).

Die Ausführungsgänge (Ductuli prostatici) der Prostatadrüsen in der Prostata münden im Sinus prostaticus beidseits des Colliculus seminalis (Samenhügel) der Harnröhre. Ihr Drüsenepithel ist funktionsabhängig entweder einschichtiges Plattenepithel oder mehrreihiges hochprismatisches Epithel. Der Hohlraum (Lumen) der Drüsen enthält Concretio prostatica, konzentriertes geschichtetes Sekret.

Das Drüsenepithel setzt sich aus drei Zelltypen zusammen: am häufigsten sind basale und luminale sekretorische Zellen, die unterschiedliche Keratin-Subtypen exprimieren und sich dadurch unterscheiden lassen. Luminale Zellen zeichnen sich zudem durch die Expression von prostataspezifischem Antigen und Androgenrezeptor aus. Sehr viel seltener kommen als dritter Typ neuroendokrine Zellen vor, die anhand der von ihnen produzierten Neuronenspezifischen Enolase und verschiedener Neuropeptide identifiziert werden können. Stammzellen in der basalen Zellschicht bilden vermutlich die Vorläufer aller dieser Zelltypen.

Zwischen den Drüsen liegen glatte Muskelzellen, die sich bei der Ejakulation zusammenziehen und so das Sekret ausstoßen, und Bindegewebe mit elastischen Fasern, das so genannte Stroma myelasticum prostatae.

Außen wird die Prostata von einer Bindegewebskapsel, der Capsula prostatica umschlossen.

Physiologie
In der Prostata wird ein Teil der Samenflüssigkeit produziert, die bei der Ejakulation ausgestoßen wird. Dieses Sekret bildet zusammen mit den Samenzellen aus dem Hoden, dem Sekret der Samenblase (vesicula seminalis) und dem Sekret der Bulbourethraldrüse das Sperma. Die Funktion der Prostata wird über das Hormon Testosteron reguliert.

Das Sekret der Prostata ist leicht sauer (pH-Wert etwa 6,4), dünnflüssig und trübe und gibt dem Sperma den charakteristischen Geruch. Das Sekret enthält zahlreiche Enzyme, die die Spermien für die Befruchtung benötigen.

Das Polyamin Spermin fördert die Beweglichkeit und die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen. Weiterhin sind im Prostatasekret Phosphatase, Zitronensäure, Cholesterin und Zink enthalten.

Als Corpora amylacea oder Prostatakörperchen werden Beimengungen von Prostatasekret im Harnsediment bezeichnet.

Ontogenetische Entwicklung
Das Epithel (Deckgewebe), das die Harnröhre umgibt, ist entodermalen Ursprungs. Im Gegensatz dazu sind das Bindegewebe und die glatte Muskulatur, die dieses umgibt, mesodermalen Ursprungs. Das Epithel beginnt gegen Ende des dritten Schwangerschaftsmonats zu proliferieren (sich zu vermehren) und dringt in das umgebende Gewebe ein. Aus den so entstandenen Knospen bildet sich bei Männern unter Einfluss der männlichen Sexualhormone Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) die Prostata, in Abwesenheit dieser Hormone (unter anderem bei Frauen) die Paraurethraldrüse.

Untersuchungsmethoden

Rektale Untersuchung der Prostata
Die Untersuchungsmöglichkeiten der Prostata sind zwar mittlerweile recht vielfältig geworden, aber eine Hauptfragestellung, nämlich ob die Prostata durch einen bösartigen Tumor befallen ist oder nicht, ist nach wie vor zumindest mit den nichtinvasiven Methoden wie dem Ultraschall oder der Computertomographie nur unsicher zu beantworten. Die Prostata des älteren Mannes neigt zur Knotenbildung, und es fällt schwer, mit nichtinvasiven Maßnahmen gutartige von bösartigen Knoten zu unterscheiden. Die Elastographie ist ein neues bildgebendes Verfahren, das Tumorareale aufzeigen und gezielt Gewebeproben entnehmen kann. Auch das sogenannte HistoScanning ist ein neues, ebenfalls ultraschallgestütztes Verfahren zur Detektion von Tumorarealen, um eine gezieltere Prostatabiopsie zu ermöglichen. Bisher ist dieses Verfahren jedoch nur an wenigen Kliniken in Deutschland verfügbar.

Die Prostata kann mit einem Finger rektal ertastet werden. Als bildgebende Verfahren finden bisher Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) Anwendung. Als weiteres bildgebendes Verfahren etabliert sich die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit Cholin als Radionuklid. Bei Verdacht auf Veränderungen kann eine Biopsie der Vorsteherdrüse mit einer so genannten Prostatastanze vorgenommen werden. Mit der Elastographie kann wegen der unterschiedlichen Härte Krebsgewebe von Normalgewebe unterschieden werden, so dass gezielt Gewebeproben entnommen werden können. Das HistoScanning misst nicht die Elastizität des Gewebes, sondern durchmustert das Gewebe und greift auf eine große Prostata-Gewebedatenbank zurück, indem mit Hilfe eines Computers ein Datenvergleich mit den Ultraschalldaten und der Datenbank erfolgt. Krebsverdächtige Strukturen werden dabei farblich gekennzeichnet und ermöglichen so eine gezielte Punktion bei der Biopsie.

Zur weiteren Diagnostik können Laborwerte wie das prostataspezifische Antigen (PSA, erhöht bei allen Erkrankungen der Prostata), die Aktivität der sauren Prostataphosphatase (erhöht bei Prostatakarzinom) und allgemeine Entzündungsmarker wie CRP und Leukozytenzahl herangezogen werden. Im Weiteren steht eine Protein-Muster-Diagnostik aus Urin zur Verfügung.

Ab 45 Jahren wird die Vorsorgeuntersuchung von den Krankenkassen übernommen, ab 40 Jahren wird sie empfohlen.

Erkrankungen
Als Prostatitis bezeichnet man eine Entzündung der Prostata. Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die oft zu einer Harnabfluss-Störung führt. Prostatakrebs nennt man einen bösartigen Tumor der Prostata. Er ist das häufigste Malignom und nach Lungen- und Dickdarmkrebs die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland.[3] Während die BPH in der Regel die zentrale (paraurethrale) Organzone betrifft, geht das Prostatakarzinom meist von den peripheren Drüsenanteilen aus. Beide Erkrankungen sind typischerweise Leiden des höheren Lebensalters.

Der männliche G-Punkt
Die Stelle im Rektum, von der die Prostata getastet werden kann, gilt auch als männlicher G-Punkt. Durch sexuelle Stimulation kann ein Orgasmus herbeigeführt werden, der sich von einem phallisch generierten Orgasmus deutlich unterscheidet (siehe auch Prostatamassage). Vergleichbar ist dieser Unterschied beim Mann mit dem Unterschied zwischen vaginal und klitoral hervorgerufenem Orgasmus bei der Frau. Allerdings wird die Prostata beim Mann, genau wie der G-Punkt bei der Frau, erst ab einem gewissen Erregungsgrad als erogene Zone aktiv.

Forschungsgeschichte

Die erste anatomische Beschreibung der Prostata erfolgte 300 vor Christus durch Herophilos von Chalkedon.[4] Er war es auch, der ihr den Namen Die Vorstehende gab. Lange Zeit blieb dies die einzige Beschreibung. Eine anatomisch genauere Beschreibung verfasste zuerst 1536 der italienische Anatom Niccolò Massa. Andreas Vesalius' Werk Tabulae anatomicae aus dem Jahr 1538 enthielt erstmals Illustrationen, die die Prostata als Bestandteil des männlichen Urogenitalsystems zeigen. Dem folgten weitere genaue anatomische und physiologische Beschreibungen der Prostata. Ambroise Paré ging zwar davon aus, dass sie aus zwei Teilen besteht, machte aber ansonsten genaue Aussagen über ihre Lage zu den Ductuli ejaculatorii und ihre Rolle bei der Ejakulation. Die Erstbeschreibung der normalen Anatomie erfolgte durch Reinier De Graaf 1668.

Giovanni Battista Morgagni beschrieb 1761 in seinem Buch De sedibus et causis morborum per anatomen indagatis die Prostatahyperplasie. Die erste vollständige Entfernung der Prostata (Prostatektomie) zur Behandlung des Prostatakarzinoms wurde 1889 durch Vincenz Czerny in Heidelberg durchgeführt. Während er den Weg über den Damm wählte, führte Fuller ihn 1898 erstmals über einen Bauchschnitt aus. Diese Eingriffe begründeten den Beginn der Prostatachirurgie. Die erste Prostatektomie in Frankreich führte der Chirurg Antoine Gosset (1872–1944)[5] durch.

Enddarmstadt.

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wikipedia cut and paste ist erst der anfang!
es macht am meisten spass, wenn keine gedanken mehr da sind! - oder: DER GEILSTE JOB DER WELT!



Vakuum

Vakuum [ˈvaːkuʊm] (von lateinisch vacuus‚ leer; plural Vakua) ist in der Physik die Abwesenheit von Materie in einem Raum; neben dem Fehlen von festen Objekten also ein Gasdruck von (fast) Null. Der Gasdruck entsteht durch Stöße zwischen den Gasmolekülen und der Behälterwand. Entfernt man mit einer Pumpe Moleküle aus dem Behälter, so sinkt der Druck darin. Es entsteht ein Unterdruck, also ein Druck, der geringer ist als der atmosphärische Druck von 1013 mbar. Sinkt der Druck im Behälter unter 300 mbar und entfernt man weiter und weiter Moleküle aus dem Raum, so erhält man Grobvakuum, Feinvakuum, Hochvakuum und zuletzt Ultrahochvakuum (wie im Weltraum). In diesem technischen Sinne werden häufig sowohl Unterdruck als auch die aufgeführten niedrigen Drücke mit dem Oberbegriff Vakuum bezeichnet.

Die Frage nach der Möglichkeit eines leeren Raumes haben im Abendland zuerst die griechischen Philosophen vor Sokrates – die Vorsokratiker – gestellt. Ihr Ausgangspunkt war noch nicht die naturwissenschaftliche Frage nach dem leeren Raum, sondern die allgemeinere philosophische nach dem Nichts – ob es gedacht werden kann. Vor demselben philosophischen Hintergrund haben sich dann Empedokles (um 433 v.Chr.) und Leukipp (um 450 bis etwa 420 v.Chr.) sowie Demokrit (um 460 bis etwa 370 v.Chr.) der Frage nach dem leeren Raum zugewandt.

Die Frage nach dem absolut leeren Raum ist bis heute in der Physik ungelöst. Nach der Quantenfeldtheorie werden im Vakuum ständig virtuelle Teilchen erzeugt und wieder vernichtet. Unter Vakuum wird im Allgemeinen nur die Abwesenheit von Materie verstanden; elektromagnetische Strahlung und andere physikalische Felder können in dem betrachteten Raum vorhanden sein.

Technisches Vakuum wurde im 20. Jahrhundert mit Einführung der Glühlampe und der Elektronenröhre wichtig. Ein weites Feld von Vakuumtechnologien hat sich entwickelt. Die Entwicklung der Weltraumfahrt ermöglichte Menschen den Aufenthalt im Ultrahochvakuum und ging auch der Frage nach, ob Leben im Ultrahochvakuum des Weltraums generell möglich ist.

Begriffsklärungen
In der Umgangssprache wird das Wort Vakuum für einen weitgehend luftleeren Raum genutzt. (Bei der Vakuumverpackung („Vakuumierung“) wird jedoch im Allgemeinen nicht einmal ein Grobvakuum erreicht.) Technik und Experimentalphysik verwenden den Ausdruck ebenfalls in diesem Sinne: Vakuum bezeichnet den Zustand eines Gases in einem Volumen bei einem Druck, der deutlich geringer ist als der Atmosphärendruck bei Normalbedingungen. Je nach dem herrschenden Restdruck spricht man von Grobvakuum, Feinvakuum, Hoch- oder Ultrahochvakuum.

„Vakuum heißt der Zustand eines Gases, wenn in einem Behälter der Druck des Gases und damit die Teilchenzahldichte niedriger ist als außerhalb oder wenn der Druck des Gases niedriger ist als 300 mbar, d. h. kleiner als der niedrigste auf der Erdoberfläche vorkommende Atmosphärendruck“

– DIN 28400 Teil 1 (Mai 1990): Vakuumtechnik; Benennungen und Definitionen; Allgemeine Benennungen.
In der Quantenfeldtheorie ist das Vakuum der Zustand mit der tiefst möglichen Energie. Darin haben die Teilchenzahlen für alle Arten von Teilchen (Feldquanten) den Wert null. Leitet man jedoch aus der Planckschen Strahlungsformel die Nullpunktsenergie her, dann folgt aufgrund der Energie-Zeit-Unschärferelation, dass im Vakuum ständig virtuelle Teilchen erzeugt und wieder vernichtet werden. Diese werden auch Vakuumfluktuationen genannt.[1]

Anders als die Naturwissenschaften sieht die Philosophie Vakuum als grundsätzlich vollkommen leeren Raum.

Geschichte der Erforschung
Die Idee des Vakuums stammt wahrscheinlich von Leukipp oder seinem Schüler Demokrit und war eine tragende Säule des Weltbildes der epikureischen Philosophie. Diese besagt, dass die Materie aus unteilbaren kleinsten Teilchen (Plural: atomoi) aufgebaut ist, die sich im leeren Raum, also im Vakuum, bewegen und nur infolge der Leere des Raumes die Möglichkeit zur Bewegung und Interaktion haben. Diese Annahme wurde von Aristoteles und seiner Akademie abgelehnt, da eine Bewegung ohne treibendes Medium als unmöglich erschien. Man dachte sich daher den Raum zwischen den Gestirnen von einem Äther erfüllt. Es wurde eine Abneigung der Natur gegen das Leere postuliert. Diese Abneigung wurde später mit dem lateinischen Ausdruck horror vacui bezeichnet. Auch die platonische Schule lehnte es ab, an das Nicht-Seiende zu glauben. Im Mittelalter galt Aristoteles als Autorität. Selbst noch René Descartes war von der Unmöglichkeit eines Vakuums überzeugt, da er aufgrund rationalistischer Überlegungen zu der Ansicht gelangte, Raum und Materie seien wesensmäßig gleich. Obwohl wieder von Giordano Bruno aufgegriffen und verteidigt, konnte sich die Idee vom Vakuum erst mit den ersten Demonstrationen durchsetzen.

Das erste irdische (beziehungsweise von Menschen geschaffene) Vakuum wurde 1644 von Evangelista Torricelli mit der Hilfe einer Quecksilbersäule in einem gebogenen Glasrohr hergestellt. Blaise Pascal konnte kurz darauf mit seinem berühmten Versuch vide dans le vide im November 1647 erstmals beweisen, dass ein Vakuum tatsächlich existieren kann. Populär wurde das Vakuum durch Otto von Guericke, den Erfinder der Luftpumpe. Er spannte im Jahre 1657 Pferde an zwei Metallhalbkugeln (siehe Magdeburger Halbkugeln), aus denen er vorher die Luft herausgesaugt hatte. Der beobachtete Effekt ist allerdings keine direkte Eigenschaft des Vakuums, sondern vielmehr durch den Druck der umgebenden Luft bedingt.

Robert Williams Wood beobachtete erstmals 1897 den Tunneleffekt im Vakuum bei der Feldemission von Elektronen, konnte diesen Effekt allerdings noch nicht richtig deuten.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde noch angenommen, dass sich Licht nicht im Vakuum, sondern nur in einem Medium, dem sogenannten Äther, ausbreiten könne. Mit dem Michelson-Morley-Experiment wurde vergeblich versucht, die Existenz eines solchen Äthers nachzuweisen. Durch die allgemeine Akzeptanz der speziellen Relativitätstheorie Einsteins von 1905 gilt das Äther-Konzept als überholt und die Ausbreitung von Licht im Vakuum als erwiesen.

Die Streuversuche von Ernest Rutherford zeigten 1911, dass Alpha-Teilchen eine Goldfolie ohne Widerstand durchqueren können. Dies zeigte, dass die Masse von Atomen in einem – verglichen mit ihrer gesamten Ausdehnung – winzigen Kern konzentriert ist. Darauf aufbauend entwarf Niels Bohr ein Modell, nach dem die Elektronen den Atomkern umkreisen, wie die Planeten die Sonne. Im Inneren der Atome und zwischen ihnen schien also ein Vakuum zu herrschen. Obwohl man diese Sichtweise noch gelegentlich in der Literatur antrifft, gilt das Innere der Atome heute als von den Aufenthaltsbereichen der Elektronen (Atomorbitale) ausgefüllt.

Nach heutigem Verständnis ist aber wie bereits oben beschrieben auch das Vakuum nicht leer, da selbst der quantenmechanische Grundzustand eine endliche Energiedichte hat, die sich zum Beispiel beim Casimir-Effekt oder spontaner Emission bemerkbar macht.

Druckbereiche
Während ein vollständig materiefreier Raum nicht herstellbar ist, können technische Vakua in verschiedenen Qualitäten hergestellt werden. Man unterscheidet in der Technik unterschiedliche Qualitäten des erzielten Vakuums nach der Menge der verbleibenden Materie. Standardmäßig wird der Druck in Pascal (Pa) oder Millibar (mbar) angegeben.

Einordnung anhand der Druckbereiche
Druckbereich Druck in hPa (mbar) Moleküle pro cm3 mittlere freie Weglänge
Normaldruck 1013,25 2,7 · 1019 68 nm
Unterdruck >300 >1019 <0,1µm
Grobvakuum 300…1 1019…1016 0,1…100 μm
Feinvakuum 1…10−3 1016…1013 0,1…100 mm
Hochvakuum (HV) 10−3…10−7 1013…109 100 mm…1 km
Ultrahochvakuum (UHV) 10−7…10−12 109…104 1…105 km
extrem hohes Vakuum (XHV) < 10−12 < 104 > 105 km
Ideales Vakuum (IV) 0 0 ∞
Veraltet wird auch noch die Bezeichnung „Höchstvakuum“ für Drücke unterhalb des Hochvakuums verwendet.

Beim Auspumpen eines Gefäßes baut sich bis zum Grobvakuum die mechanische Belastung durch den äußeren Luftdruck auf. Die Grenze zum Feinvakuum lässt sich mit mechanischen Pumpen noch einfach erreichen. Im Bereich des Feinvakuums erreicht die freie Weglänge die typischen Ausmaße von Vakuumgefäßen, sodass die viskose Strömung über die Knudsenströmung in die molekulare Strömung übergeht. Die vorherrschende Strömungsart hat nicht nur fundamentalen Einfluss auf die Verwendung des Vakuums, sondern auch auf die Vakuumerzeugung und -messung selbst. Im breiten Bereich des Hochvakuums erhöht sich die Dauer, in der jede Stelle der Oberfläche im Mittel einmal von einem Restgasteilchen getroffen wird, von einer Stunde auf ein Jahr, für viele Experimente ausreichend. Im Bereich des UHV beginnen die Dampfdrücke von Konstruktionswerkstoffen zu stören, z. B. von Blei-Verunreinigungen in Aluminium. Ein Ideales Vakuum ist technisch weder erreichbar noch messbar.

Vorkommen und Beispiele nach Vakuumqualität:

lediglich ,Unterdruck‘: Staubsauger (> 0,5 bar), Vakuumverpackung
Grobvakuum: alte Glühlampen, Dampfturbinenkondensator (≈ 0,03 bar), Ansaugtrakt eines Ottomotors im Leerlauf (ca. 0,2…0,3 bar), (selten) Vakuumverpackung
Feinvakuum: Niederdruck-Gasentladungslampen, moderne Präzisionspendeluhren
Hochvakuum: Elektronenröhren, Teilchenbeschleuniger, Elektronenmikroskope
Ultrahochvakuum: Gravitationswellendetektor, Teilchenbeschleuniger, erdnaher Weltraum, häufig in Anlagen der Halbleiterindustrie
extrem hohes Vakuum: Weltraum, kryogene Vakuumkammern (z. B. bei BASE[2])
Messgeräte zur Bestimmung des Gasdrucks in einem Vakuum nennt man Vakuummeter.

Physikalische Eigenschaften
Wellenwiderstand {\displaystyle Z_{0}} Z_{0} {\displaystyle \approx 376{,}73~\Omega } {\displaystyle \approx 376{,}73~\Omega }
Permittivität {\displaystyle \varepsilon _{0}} \varepsilon _{0} {\displaystyle \approx 8{,}8542\cdot 10^{-12}~{\frac {\mathrm {As} }{\mathrm {Vm} }}} {\displaystyle \approx 8{,}8542\cdot 10^{-12}~{\frac {\mathrm {As} }{\mathrm {Vm} }}}
Permeabilität {\displaystyle \mu _{0}} \mu _{0} {\displaystyle \approx 1{,}2566\cdot 10^{-6}{\frac {\mathrm {N} }{\mathrm {A} ^{2}}}} {\displaystyle \approx 1{,}2566\cdot 10^{-6}{\frac {\mathrm {N} }{\mathrm {A} ^{2}}}}
Lichtgeschwindigkeit {\displaystyle c_{0}} c_{0} {\displaystyle \approx 299~792~\mathrm {km/s} } {\displaystyle \approx 299~792~\mathrm {km/s} }
Licht, Teilchen, elektrische, magnetische und Gravitationsfelder breiten sich im Vakuum aus; dagegen benötigen Schallwellen ein materielles Medium und können sich daher im Vakuum nicht ausbreiten. Wärmestrahlung kann sich als elektromagnetische Welle auch im Vakuum fortpflanzen. Dagegen führt die Absenkung des Drucks zur Verminderung der materiegebundenen Wärmeübertragung durch Konvektion und, sobald die mittlere freie Weglänge größer wird als der Gefäßdurchmesser, auch der konduktiven Wärmeleitung.

Die Verringerung von Wärmeströmung durch ein Vakuum findet Anwendung zur Wärmeisolation (Isolierkannen, Dewar-Gefäße).

Die hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit des Hochvakuums wird bei Vakuum-Leistungsschaltern, in Vakuumkondensatoren der Hochleistungselektronik und im Hochspannungsteil evakuierter Röntgenröhren ausgenutzt. Bei Verringerung des Drucks sinkt die Durchschlagsfestigkeit zunächst durch das Entstehen eines Niederdruckplasmas erheblich ab. Erst wenn die freie Weglänge der beim Durchschlag entstehenden Ionen größer als der Elektrodenabstand wird, steigt die Durchschlagfestigkeit wieder steil an und wird erst dann wieder durch die Feldemission begrenzt. Abschätzen lässt sich das mit dem Paschen-Gesetz.

Biologische Auswirkungen
Das Vakuum ist kein Lebensraum, da Lebewesen auf Materie zu ihrem Stoffwechsel angewiesen sind. Allerdings können viele Lebewesen (Bakteriensporen, Pflanzensamen und -sporen) einen gewissen Zeitraum im Vakuum überleben.

Für kurze Zeit können auch höhere Lebewesen wie der gesunde Mensch dem Vakuum widerstehen, Experimente mit Vögeln wurden im Bild „Das Experiment mit dem Vogel in der Luftpumpe“ dokumentiert. Entgegen der üblichen Annahme beginnt das Blut trotz des Druckunterschieds nicht sofort zu sieden. Haut und Gewebe sind normalerweise in der Lage, dem Dampfdruck der Körperflüssigkeiten bei weniger als 0,05 bar (normaler Luftdruck ist 1 bar) zu widerstehen.[3] Unabhängig davon kann verminderter Druck zur Dekompressionskrankheit oder Höhenkrankheit führen.

Erzeugung
Auf der Erde kann ein Vakuum erzeugt werden, indem ein abgeschlossener Hohlraum, der Rezipient, vom darin enthaltenen Gas mittels geeigneter Vakuumpumpen befreit wird. Das einfachste Gerät ist die Wasserstrahlpumpe; sie erzeugt ein Grobvakuum, das dem Wasserdampfdruck bei der jeweils herrschenden Wassertemperatur entspricht (z. B. 23 hPa (oder mbar) bei 20 °C).

Hochvakuum
Um ein Hoch- oder Ultrahochvakuum zu erzeugen, werden in der Physik und der Oberflächenchemie üblicherweise mehrere Pumpentypen eingesetzt. Zunächst wird mit einer oder mehreren mechanisch wirkenden Pumpen (z. B. Drehschieberpumpe, Membranpumpe oder Scrollpumpe) ein Unterdruck („Vordruck“) im Hohlraum im Bereich von 1 bis 100 Pa (0,01 bis 1 mbar) erzeugt. Abhängig von der Größe des Hohlraums und der Pumpleistung der Pumpen dauert dies beispielsweise einige Minuten. Danach wird mittels Ventilen zwischen diese Vorpumpe(n) und den Hohlraum eine Turbomolekularpumpe (oder bei geringeren Ansprüchen die billigere Öldiffusionspumpe) eingefügt, die in einem bis zu mehreren Stunden dauernden Prozess ein Hochvakuum von ungefähr 10−7 mbar erzeugt. Dieser Druck lässt sich nicht mehr durch einfaches Fortsetzen des Pumpens verringern, da an Flächen adsorbiertes Wasser und andere Stoffe mit niedrigem Dampfdruck ständig desorbiert werden.

Die Desorption wird beschleunigt, indem die Kammer durch direkte Heizung der Kammerwände und indirekte thermische Erwärmung der inneren Oberflächen auf eine Temperatur gebracht wird, die mindestens über dem Siedepunkt von Wasser, möglichst aber deutlich höher liegt. Die eingebauten Komponenten, wie Durchführungen für elektrische Verbindungen und Sichtfenster, müssen entsprechend temperaturbeständig sein. Temperaturen für dieses Ausheizen liegen typischerweise zwischen 130 °C und über 200 °C. Da Vakuumapparaturen auch bei dieser Temperatur dem außen vorhandenen Luftsauerstoff widerstehen müssen, sind sie oft aus nichtrostendem Stahl oder Glas, mit Dichtungen aus Aluminium oder PTFE.

Das desorbierte Wasser wird während des Ausheizens durch die Turbomolekularpumpen größtenteils abgepumpt, ebenso wie eventuelle Kohlenwasserstoff-Kontaminationen. Dies dauert typischerweise 24 Stunden oder länger; bei Kammern mit komplex angeordneten inneren Oberflächen durch angebaute Apparaturen wird oft erst nach zwei bis drei Tagen die Heizung heruntergefahren.

Ultrahochvakuum
Zum Erreichen des Ultrahochvakuums werden nichtmechanische Pumpen verwendet. Eine Ionengetterpumpe pumpt durch Ionisation und Einfangen der Restgasmoleküle in Titanröhrchen in einem Druckbereich von 10−10 bis 10−7 mbar. Die Pumpleistung reicht hier nur dann aus, wenn das Ausheizen vorher den Restgasdruck genügend vermindert hat. Eine Titansublimationspumpe arbeitet mit frisch auf eine Wand aufsublimiertem Titan, das sich durch eine hohe chemische Reaktivität auszeichnet und Restgasatome an sich und der (kalten) Kammerwand bindet, so dass sich der Restgasdruck weiter vermindert. Der mit diesem oben beschriebenen Verfahren erreichbare Restgasdruck liegt im Bereich von 10−11 mbar.

Durch Kühlfallen am unteren Teil der Kammer kann weiteres Restgas temporär gebunden und der Kammerdruck auf ungefähr 10−12 mbar gesenkt werden. Wird die gesamte Kammer in flüssiges Helium getaucht, so sind Drücke von unter 10−16 mbar erreichbar.

Anwendungen
Technische Vakua finden Anwendung in der Forschung, in der Elektronenmikroskopie, bei der Erschmelzung von metallischen Werkstoffen und in der Fertigung von Mikroelektronik. Ein Grobvakuum wird häufig verwendet, um mit Hilfe von Sauggreifern flächige Werkstücke festzuhalten und/oder zu transportieren.

Sehr oft wird Vakuum bei der Wärmebehandlung von Metallen (Härten, Anlassen, Nitridieren, Aufkohlen) eingesetzt, um ein Oxidieren durch Sauerstoff, der sich in der Luft befindet, zu verhindern.

Glühlampen und somit das elektrische Licht wurden erst durch das Vakuum möglich. Vor allem bei Edisons Glühlampe mit Kohlefaden verhinderte das Vakuum, dass der Glühfaden verbrannte (siehe auch Kohlenfadenlampe); erst später wurden Glühlampen mit einer Füllung aus Stickstoff oder anderem Gas, das die Verbrennung nicht unterstützt, hergestellt.

Im Innenraum von Elektronenröhren und Bildröhren herrscht Hochvakuum, um die Streuung der Elektronen gering zu halten. Verbleibende und später ausdiffundierende Gasreste werden mit einem Getter gebunden. Das Hochvakuum in Elektronenröhren (auch Bildröhren), Röntgenröhren, Magnetrons, Elektronenstrahlquellen, Teilchenbeschleunigern, Vakuum-Fluoreszenzanzeigen u. Ä. vergrößert die freie Weglänge der Elektronen auf ein Maß von der Größenordnung des gesamten Gefäßes, so dass kaum Stöße mit Gasresten stattfinden, die sonst den Teilchenstrahl stören würden.

Evakuieren als Fertigungsverfahren (DIN 8580)
Nach DIN 8580 Fertigungsverfahren – Begriffe, Einteilung gehört das Evakuieren zu den Fertigungsverfahren, womit die Herstellung eines Vakuums in Hohlkörpern oder Hohlräumen eines Werkstücks gemeint ist. Es kann sich dabei um ein dauerhaftes Vakuum handeln, das zur Funktion des Werkstücks erforderlich ist, wie bei Elektronenröhren, oder das Evakuieren ist die Voraussetzung für das Einfüllen eines Schutzgases, wie es in der elektrischen Schalttechnik zur Funkenlöschung Verwendung findet.[4]

Vakuum in der Verfahrenstechnik
Die Entgasung unter Vakuum gehört dagegen als ein sogenanntes Trennverfahren zum Bereich der Verfahrenstechnik. Beim Kernschritt der Plastination, der forcierten Imprägnierung, wird Vakuum benutzt, um Aceton oder Dichlormethan aus dem Präparat zu extrahieren.

Die Gefriertrocknung entzieht Stoffen Wasser, indem sie tiefgefroren und einem Vakuum ausgesetzt werden. Beim Gefriertrocknen etwa von Kaffee, Tee, Gemüse, Blut oder auch biologischen Präparaten findet Sublimation statt, das Eis geht direkt in die Gasphase über, es gibt hierbei keine flüssige Phase, die sieden könnte.

Der Kristallisationsprozess in der Zuckerfabrikation findet unter Vakuum statt, um durch den niedrigeren Siedepunkt der Zuckerlösung beim Wasserentzug ein Karamellisieren zu verhindern.

Vakuum in der Chemie
Da der Siedepunkt von Flüssigkeiten mit sinkendem Umgebungsdruck auch sinkt, kann man hochsiedende Substanzen im Vakuum schonender bei niedrigeren Temperaturen destillieren (Vakuumdestillation). Als grobe Regel gilt, dass bei einer Halbierung des Druckes der Siedepunkt um etwa 10 °C sinkt.

Vakuum zur Konservierung und zum Vakuumgaren
Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Verpackung von Lebensmitteln (Vakuumverpackung) und anderer verderblicher Produkte unter Vakuum. Die verderblichen Produkte werden von gasdichten Kunststoffhüllen umschlossen. Durch die geringe verbleibende Luftsauerstoffmenge können Alterungs- und Verwesungsvorgänge (Stoffwechsel- und OxidationsProzesse) nur stark eingeschränkt stattfinden, was das Produkt länger haltbar macht.

Im Haushalt können Lebensmittel in Tüten verpackt und mit Vakuumiergeräten evakuiert werden, so dass sich die Tütenfolie an das verpackte Gut anlegt; dadurch gelangt weniger Sauerstoff an die Lebensmittel. Zusätzlich verringert sich das Volumen. Die verwendeten Vakuumiergeräte können jedoch nur ein Grobvakuum erzeugen.

Beim Einwecken/Einkochen werden die Lebensmittel sterilisiert und eventuell enthaltene Gase ausgetrieben; im Einweckglas kann der verbleibende „Luftraum“ weitgehend durch Wasserdampf eingenommen werden. Durch die Dichtungsringe bleibt ein besseres Grobvakuum über längere Zeiträume erhalten; restliche Luftanteile sind ebenfalls sterilisiert.

Beim Vakuumgaren werden die vakuumverpackten Nahrungsmittel (Fleisch, Gemüse usw.) entweder im Wasserbad oder in temperaturgeregeltem Dampf bei Temperaturen unter 100 °C gegart und behalten so Struktur und Aroma besser als bei den üblichen Garverfahren. Beim Vakuumfrittieren z. B. von Kartoffelchips geht es vor allem darum, durch die niedrigeren Temperaturen beim Frittieren die Entstehung schädlicher Nebenprodukte der Maillard-Reaktion wie z. B. Acrylamid zu verhindern bzw. zu reduzieren.

Vakuum als Wärmeisolator
Die geringe Wärmeübertragung im Vakuum wird bei Isolierkannen und Dewargefäßen ausgenutzt, ebenso bei Vakuumröhrenkollektoren und selten auch bei Mehrscheiben-Isolierglas.

Es gibt Zweischeiben-Isolierglas, bei dem zwischen den Scheiben ein Vakuum statt eines Edelgases ist.[5] Weil sich die beiden Scheiben unter dem einseitig auf den Scheiben lastenden Luftdruck verformen, sind unscheinbare transparente Abstandshalter zwischen den Scheiben auf die Fläche verteilt erforderlich. Ergebnis ist eine vergleichsweise dünne und leichte Verglasung mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit[6].

Vakuum des Weltraums
Das im Weltraum im interstellaren Raum oder im intergalaktischen Raum herrschende Vakuum ist besser als jedes auf der Erde herstellbare Vakuum. Allerdings ist auch der Weltraum nicht völlig leer, sondern enthält durchschnittlich ein Teilchen pro cm³, innerhalb von Voids jedoch deutlich weniger. Auch kommen dort statische elektrische und magnetische Felder, Gravitationsfelder sowie elektromagnetische Wellen (Photonen) und Teilchenströme (Neutrinos, kosmische Strahlung, Partikel) vor (siehe auch Plenismus).

Umgebungsparameter erdnaher Weltraum[7]
Druck in mbar Teilchen pro m3 mittlere freie Weglänge in km
Interplanetarer Raum < 10−18 < 104 1011
GEO 10−17 10 5 > 1010
äußerer Van-Allen-Gürtel 10−13…10−9 109…1013 106
LEO 10−7…10−8 1015…1014 ca. 2
Künstliche Satelliten und Raumsonden unterliegen daher besonderen Anforderungen an die Konstruktion: Die Regelung des Wärmehaushaltes (innere Wärmequellen und Sonneneinstrahlung) kann nur durch Wärmeleitung und -strahlung erfolgen, Wärmeabgabe und -aufnahme müssen durch teilweise variable absorbierende bzw. abstrahlende oder reflektierende Elemente (Jalousien, wärmeabstrahlende Kühlkörper, Heatpipes) gewährleistet werden.

Im Sonnenschatten lassen sich aufgrund des Vakuums durch Abstrahlung auch gezielt sehr tiefe Temperaturen erzeugen (z. B. für Infrarot- und Radiowellen-Strahlungssensoren).

Zur Unterscheidung zu geschlossenen Räumen im Weltraum, z. B. in Raumstationen, ist der Begriff „offener Raum“ gebräuchlich. Darmstadt.

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Mittwoch, 18. Oktober 2017
Beweis für die durchschlagende Kraft meines Arsches

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Jeden Tag dieselbe prätentiöse narzisstische Scheiße.
Jeden Tag dieselbe prätentiöse narzisstische Scheiße.
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Jeden Tag dieselbe prätentiöse narzisstische Scheiße.
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Gähn!

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SHUT UP TUMBLR!
Everything okay?
If you or someone you know are experiencing any type of crisis, please know there are people who care about you and are here to help. Consider chatting confidentially with a volunteer trained in crisis intervention at www.imalive.org, or anonymously with a trained active listener from 7 Cups of Tea.

It might also be nice to fill your dash with inspirational and supportive posts from TWLOHA, Half of Us, the Lifeline, and Love Is Respect.

Erstes Scheitern heute: Ich war nicht in der Lage auf tumblr nach Einträgen mit #depression zu suchen. Kam diese Meldung und ich klick auf "back" und bin wieder auf dem dashboard. Nochmal versucht. Kam wieder diese Meldung. Diesmal les ich kurz rein - achsooooo, die sorgen sich um mich! HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA. Nee, is klar.

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Montag, 16. Oktober 2017
Es macht so viel Spaß

ich mach nix anderes mehr! Gestern hatte ich fast Erfolg. Zwei schwanzlutschende Hinterlader vom anderen Ufer haben miteinander ganz weibisch diskutiert, einer hat sogar aus der Standposition sein schwules Bein an meinem provozierend gerieben - einfach widerlich! Und getuschelt haben sie, aber getraut mich öffentlich zu rügen, haben's nicht, die warmen Brüder! Ha! Eine halbe Stunde standhaftes Manspreading ist mehr wert als die über 20 Stunden Verhaltenstherapie, die ich Anfangs des Jahrtausends verbraten habe!

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Sonntag, 15. Oktober 2017
Mein neues Hobby

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Dei Mudda leecht Kadde im Astro-TV!


Call now! Your luck is in the cards! I can feel it in my three lucky chins!

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Freitag, 13. Oktober 2017
Jamaal Sandro Buttermere stachelte den Weltgeist an. Nicht andersrum, denn der Weltgeist ist schließlich keine Muse. Außerdem hatte Jamaal Sandro Buttermere keine Muse. Er hätte gerne eine, nur konnte man so ein Wesen leider nicht in der Tierhandlung kaufen wie einen Beutel Guppies oder eine seltene Spinne. Und da er keine Stimulanzen außer Kaffee vertrug und Kaffee nicht mehr besonders stimulierend auf ihn wirkte außer vielleicht auf seine Blase, musste er halt den Weltgeist anstacheln, damit der kurz mal eben eine kleine Pause machen mochte in seinem Welt-Selbst-Findungsprozess um sich Jamaal und seiner Sorgen anzunehmen. Warum auch nicht? Der Weltgeist hatte alle Zeit der Welt. Nur der Zeitgeist hatte es immer eilig. Aber den hätte Jamaal Sandro Buttermere auch niemals angestachelt, der war hibbelig genug und hatte ihm auch nichts zu bieten außer Ruhm, Reichtum und sexueller Erfüllung – Glitzerkram, der keinen Bestand hatte. Jamaal war hinter dem anderen Themenkomplex her. Gab ja nur zwo. Menschen lassen sich immer im dualen System trennen, so auch hier. Glitzerkram und Tand auf der einen Seite, und das, was Jamaal Sandro Buttermere, Sie und auch ich – die vergeistigten Geschöpfe des Kosmos halt – begehrten. Und das war leider noch schwieriger zu bekommen als Sex, Reichtum und Ruhm. Deswegen ließ sich Jamaal zu so einer lächerlichen Verzweiflungstat herab, den Weltgeist anzustacheln. Warum schließlich, sollte sich der Weltgeist für ihn interessieren? Doch ganz so dumm war die Idee nicht, denn Jamaal war anders als die anderen, auf eine Art und Weise anders, die vielleicht, nur vielleicht, doch die Aufmerksamkeit des Weltgeistes erregen könnte. Er war nämlich nicht in diesen integriert, wie eigentlich sonst fast alles....

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Donnerstag, 12. Oktober 2017
Flachwitze
„Das ist eine ungeheure Frechheit! Wissen Sie eigentlich, wer ich bin?“
„Nein, wieso – haben Sie Amnesie?“

Diese feuchtigkeitsabsorbierenden Dinger, die manchmal in den Verpackungen drin sind - wenn die ursprünglich verschickt werden, was packt man dann in den Karton, damit die trocken bleiben?

Warum haben Pferde in unserer Fantasie meistens große Genitalien, Bären aber gar keine?

Wenn man Steiff-Tiere massiert – verlieren die dann an Wert?

„Und was machst du am Wochenende?“
„Hokkaido Aikido.“
„Was ist das denn?“
„Das ist nicht einfach zu erklären. So eine Art Kürbis-Karate mit Stöcken.“

Ich finde Experten überbewertet. In meinen Augen sind das auch nur Ex-Experten in spe.

Und heute bei „Explosiv“
Die ungeschminkte Wahrheit : Prominente Pantomimen – privat penetrante Plappermäuler!

Endlich liegen die Ergebnisse aus dem Endspiel des diesjährigen „Zuschauer Verjagen“-Turniers vor :
Mit 26:22 gewinnt Team „Pantomimes Pullach“ knapp gegen die „Living Statues Stuttgart“

Endlich habe ich eine Maßnahme vom Jobcenter bewilligt bekommen, die mir realistische Aussichten auf eine sinnvolle Tätigkeit bietet.
Einen Intensivkurs : „Straßenfeger“-Verkäufer in sechs Monaten.

Endlich ist mein „Saturday Night Fever“-T-Shirt in 12XL angekommen. Endlich kann ich meinen Tanzbären in die Disco ausführen!#

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Das XXL-Medium Biggy Smalls (richtiger Name : „Marcel Mac Loohan“, gelernter Beruf : Masseur, aber dieser Tage tätig als Profi-Prophet und Amateur-Animateur) trance-channelt heute mal nicht den Weisen Lahoo.
Heute channelt es den ganz und gar nicht weisen Geist von Jonas Klaaßen, einem auf ewig versetzungsgefährdeten Gymnasiasten, der beim Büffeln von neuroanatomischen Fachtermini einem Aneurysma erlag.
Lahoo, dieser zehntausend Jahre alte atlantische Krieger mit seinen öden Gleichnissen vom achtsamkeitsbasierten Schmetterling-Falten und seinen penetranten Warnungen vor der Apokalypse („Höret, oh ihr Elenden, euch stehen vierzehn Jahre der Unförmigkeit bevor! Sieben adipöse Jahre und sieben anorektische Jahre! Und danach regnet es erst einmal jüdische Börsianer bis zum jüngsten Gericht!“) – ist auf Dauer einfach nur langweilig! Und trotz aller Spiritualität erstaunlich geistlos.
Außerdem dauert das immer ewig in der Maske – die zwanzigtausend Jahre Lebens- und Todeserfahrung, die sich brutal in das Ätherleib-Gesicht von Lahoo eingegraben haben, lassen sich halt nicht so schnell weg schminken wie ein paar Krähenfüße!
Der Gymnasiastengeist jedoch erweist sich als pflegeleicht, down to earth (soweit man das als Geist sein kann) und angenehm zurückhaltend. Tatsächlich "kommt" er zuerst sogar ein wenig scheu "rüber" – heute ist sein erstes Gechannelt-Werden – aber nach einer Phase okkultistischer Akklimatisierung wird er zutraulicher und beginnt zur großen Verwunderung und Freude des Publikums, dieses nicht etwa zu belehren, sondern ihm im Gegenteil Fragen zu stellen. Hauptsächlich zum Thema Anatomie des Gehirns. Die pensionierten Oberstudienräte sind entzückt und haben Tränen in den Augen. Wieder mal ein gelungener Tag für Biggy Smalls – wieder mal einen großen Schritt weiter auf dem Weg zum Weltfrieden!

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Montag, 9. Oktober 2017
Flach- und Gähn-geschichten
Kurznachrichten:
Eine Gruppe alkoholisierter Anonymer und eine Gruppe von Anonymen Alkoholikern gerieten in Dortmund auf einem Konzert der Gruppe "Pur" aneinander.
Laut Angaben der Polizei habe es drei Schwerverletzte und einen Toten gegeben, allerdings seien die Gewaltausschreitungen nur halb so schlimm gewesen, wie die Schwierigkeiten bei der Aufnahme der Personendaten.

Warum haben die Anonymen Alkoholiker eigentlich so wenig Selbstvertrauen? Sie könnten sich doch zumindest Vorerst Noch Relativ Unbekannte Alkoholiker nennen.

Ich würde Käfigvögeln als Entschädigung für ihr Gefangenen-Dasein ein Puppenhaus in ihren Käfig stellen, das genauso aussieht wie das Haus, in dem ihr Käfig steht mit einer winzig kleinen Figur, die so aussieht wie der Vogelhalter.

Heute wollte ich mich mit einer Überdosis Wick Medinait umbringen.
Ich hatte aber nur Wick Vaporub da. Hab mir die ganze Tube auf die Brust geschmiert, bin aber noch kein bisschen müde – im Gegenteil, mein Augen tränen, meine Brust brennt wie Feuer und meine Nebenhöhlen sind so erweitert, dass ich mit jedem Atemzug gefühlte Hektoliter arktischer Luft einsauge. Es ist grausam : Ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt!

Ich mag Messies. Was ich an denen so toll finde, dass sie immer total individuelle Wohnungseinrichtungen haben

„Oh mein Gott, deine Unterarme! Hast du jetzt auch mit Ritzen angefangen?“
„Keine Panik: Das sind Markierungen des Erfolgs! Früher habe ich mir täglich Brandmarken mit Zigaretten gesetzt, jetzt ritze ich für jeden Tag, den ich clean bin, einen Strich.“

„Das Spiel ist aus! Wir wissen, dass Ihr Mann ein Vampir ist!“
„Ich weiß nicht, wovon sie reden.“
„Zur Seite, wo ist hier...aha...mir nach in den Keller...AHA! Und das hier, ist das etwa kein Sarg? Dafür haben Sie jetzt wohl auch eine gute Erklärung, was?
„Äh,...mein Mann schnarcht sehr stark.“

Die Fakire hatten schon immer einen seltsamen Humor. Am ersten Tag des neuen Fakir-Schuljahres gaben sie den Novizen „Anfänger-Nagelbretter“ mit nur ganz wenigen Nägeln zum „ungefährlichen“ Einstieg in die Kunst. Daher der Name „blutiger Anfänger“.

Die Azteken waren ganz schön doof, mit ihren völlig ineffektiven Menschenopfern! Ist denn bei denen nie einer auf die Idee gekommen, dass man viel weiter damit kommt, die Lieblinge der Götter als Geiseln zu nehmen und die Götter dann zu erpressen?


Eine Frage mit Antwort:

Was macht die Knusperhexe, wenn sie im Lotto gewonnen hat?
.nehcukromraM sua suaH nie hcis tfuak eiS


Einige Fragen ohne Antwort:

Träumet schwäbische Androide vom elektrische Schaffe?

Wenn Loriot im alten Ägypten gelebt hätte, hätte Anubis dann einen Mops-Kopf gehabt?

Werden Walküren in einer Walküren-Wahl gekürt oder enstehen Walküren willkürlich?

Wenn man einen Koma-Fehler begeht – wacht man dann wieder auf?

Wenn Leute mit einer Multiplen Persönlichkeitsstörung Opfer eines Identitätsdiebstahls werden, sind sie sie danach partiell geheilt?

Wenn Survival-Profis in Rente gehen – sterben sie dann instantan?

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