Donnerstag, 19. April 2018
Und so war meine Gruppenpsychotherapie in der Reha
Die Rehabilitanden waren ausnahmsweise mal vollständig, sogar Dreadpan kam pünktlich. Als Belohnung las Herr Gretel ihnen eine Geschichte aus seinem Buch der Weisheiten vor. Sie ging so:

„Als ich ein kleiner Junge war, war ich voll vom Zirkus fasziniert, und am meisten gefielen mir die Tiere. Vor allem der Elefant. Nach der Vorstellung und auch in der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einen kleinen Pflock angekettet. Der Pflock war allerdings nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Eigentlich sollte so ein Elefant sich doch von sso einem Pflock befreien und fliehen können.

Warum macht er sich nicht auf und davon? Ich fragte einen Lehrer nach dem Rätsel des Elefanten. Er erklärte mir, das sei so, weil er dressiert sei.
Meine nächste Frage: »Warum muss er dann noch angekettet werden?«
Ich erinnere mich nicht, je eine Antwort darauf bekommen zu haben. Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel des angeketteten Elefanten.

Vor einigen Jahren fand ich heraus, dass zu meinem Glück doch schon jemand weise genug gewesen war, die Antwort auf die Frage zu finden: Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit
frühester Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist.

Ich stellte mir den wehrlosen neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, dass er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht, weil dieser Pflock zu fest in der Erde steckt. Ich stellte mir vor, dass er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag gleich wieder probiert, und am nächsten Tag wieder, und am nächsten… Bis eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt. Dieser mächtige Elefant flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, dass er es nicht kann. Zu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt.

Uns allen geht es ein bisschen so wie diesem Zirkuselefanten: Wir bewegen uns in der Welt, als wären wir an Hunderte von Pflöcken gekettet. Wir glauben, einen ganzen Haufen Dinge nicht zu können, bloß weil wir sie ein einziges Mal, vor sehr langer Zeit, damals, als wir noch klein waren,
ausprobiert haben und gescheitert sind. Auch in unser Gedächtnis hat sich die Botschaft eingebrannt: Ich kann das nicht, und ich werde es niemals können. Mit der Botschaft, dass wir machtlos sind, sind wir groß geworden, und seitdem haben wir niemals mehr versucht, uns von unserem Pflock loszureißen. Manchmal, wenn wir die Fußfesseln wieder spüren und mit den Ketten klirren, gerät uns der Pflock in den Blick, und wir denken: Ich kann nicht, und werde es niemals können.“

Nach einer Weile philosophischen Schweigens sprach Herr Gretel nun direkt zu den Rehabilitanden: „Genau dasselbe habt ihr auch erlebt. Euer Leben ist von der Erinnerung an ein eine Version von euch selbst geprägt, die es gar nicht mehr gibt, und die nicht konnte. Der einzige Weg herauszufinden, ob ihr etwas könnt oder nicht, ist, es auszuprobieren, und zwar mit vollem Einsatz. Aus ganzem Herzen!“

Die Rehabilitanden jauchzten und frohlockten und küssten die Füße von Herrn Gretel. Auch Dreadpan fühlte sich seltsam beschwingt. Mit vollem Einsatz und aus ganzem Herzen sprengte er seine Ketten, die in der Tat lächerlich leicht zu stemmen war, nun, da er nicht sich mehr ohnmächtig wie ein Baby-Elefant wähnte, und mit noch vollerem Einsatz und zwei und einem halben Herzen trat er Herrn Gretel in die Fresse.

... link (14 Kommentare)   ... comment


Freitag, 13. April 2018
Und so war die Reha. Laaaaaaaaaaaangweilig.
Kein einziger wirklicher Flachwitz ist mir eingefallen in den fünf Wochen Reha. Ich habe mich ganz der tödlichen Langeweile hingegeben. Diese Langeweile zu beschreiben ist eine Herausforderung. Naja, nicht wirklich. Langeweile interessant zu beschreiben, wäre eine Herausforderung. Veredelung von Langeweile, so dass aus der normalen Langeweile eine „geile Langeweile“ wird.

Wobei es mir nicht ganz klar ist, was die Leute unter „geile Langeweile“ verstehen, ich habe sie nur den Begriff benutzen hören. Okay, nur einmal ein Mädchen. Die Hilke. Die fand den Film von dem Manuel und mir damals 1992 einfach nur langweilig, da wäre keine "geile Langeweile" drin gewesen. Ich fand, sie hatte recht, die anderen drei Leute, denen wir den Film gezeigt haben, fanden das sicher auch, waren aber sicher zu höflich, um das zu sagen. Der Hannes, der Dings und der Dings, ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern, ist auch egal. „Caro Diario“ hieß der Film und war dreist abgekupfert von Nanni Moretti. Ich war super depressiv damals, aber wir haben uns ein paar Tage lang damit die Zeit vertrieben. Es wäre mir heutzutage sehr peinlich, wenn jemand den Film zu Gesicht bekäme, und mir ist wenig peinlich, wie man an diesem Blog ganz gut sehen kann. Ich denke, der Manuel und ich, wir sind nicht zur künstlerischen Zusammenarbeit gedacht gewesen.

Der Manuel hat eine echte Begabung gehabt und hat sie immer noch und verdient auch Geld mit Schreiben und entscheidet bei Grimme-Preis mit. Der Manuel ist einer meiner drei besten Freunde und er hat Talent, Charakter, Witz, Intelligenz, philosophische Tiefe und Herz. Und er kann verzeihen, sonst wäre er nicht mehr mit mir befreundet. Ich bin zu depressiv, um ein guter Freund zu sein, aber ich versuche in letzter Zeit, mir bei ihm mehr Mühe zu geben, weil er wirklich was besseres verdient hätte als mich als besten Freund. Ich bin anscheinend immer noch sein bester Freund. Wahrscheinlich liegt das an meiner philosophischen Tiefe, dem einzigen Talent, das ich auch habe.
Ich hatte keine Begabung zum Schreiben, habe aber gern Quatsch gemacht und schon damals viel Flachwitze und ansonsten extrem eklektizistische Nachmacherei betrieben, zum Beispiel bei unserer Schülerzeitung. Meine Beiträge waren die mit Abstand langweiligsten.

Selbst die von dem Oliver waren besser, und die waren auch nicht wirklich gut, aber der Oliver verdient heute auch Geld mit Schreiben und ich nicht. Sogar beim Spiegel, nicht irgendwo. Der Oliver mit den dicken Spiegel-Eiern, der die Frau seiner Träume mit Geduld und Spucke ergattert hat, geheiratet und doppelt geschwängert und Studium der Psychologie finanziert. Sah auch echt geil aus die Alte damals. Vielleicht immer noch, keine Ahnung, ich habe keinen Kontakt mehr zu denen. Der Oliver hat mal zum Manuel gesagt „Warum soll der Dreadpan eigentlich nicht Spargel stechen in Brandenburg? Warum soll der Dreadpan blau machen dürfen und die Polen dürfen sich den Rücken kaputt machen?“ Das finde ich schon ein wenig von oben herab. Als er mich vor Jahren nach Jahren zum ersten Mal wiedersah, dreißig Kilo dicker als vorher, war er peinlich berührt wegen den Kilos. „Zugenommen hast du.....steht dir aber!“ hat er gesagt. Was soll ich denn davon halten? Dabei ist der gar nicht schwul! Bei Heteros finde ich diese Art von Oberflächlichkeit noch viel schlimmer als bei Schwulen, auch wenn das Diskriminierung ist. Ist mir egal. Wird auch oft für schwul gehalten, der Oliver, war auch ein paar Jahre im Priesterseminar sicher das Objekt so mancher Begierde. Priesterseminar mit zwanzig und jetzt natürlich auch Atheist. Und neoliberal. Der mochte mich wohl nie, ich weiß nicht warum, ich war zwar dem Manuel kein guter Freund, aber andererseits auch ansonsten naiv und harmlos und habe dem nie was getan. Vielleicht deshalb? Vielleicht hat ihn meine Naivität einfach nur gereizt damals, so wie mich heute die Naivität von anderen reizt, weil ich sie ja auch beneide, die Naiven und ihr naives Glück. Ich bin immer noch naiv, aber anders naiv, ich will nicht sagen primitiv, weil ich diesen Westernhagen nicht zitieren will. Sagen wir ich bin nicht weltgewandt, ich bin ungebildet, vor allem historisch, geographisch und soziologisch und ich lasse mich immer noch leicht verarschen, zum Beispiel von Drogendealern.

Auch die Beiträge vom Julian waren zum Teil sehr gut, der Julian war der offiziell Intelligenteste von uns. Lehrerkind, etwas angepasst, überall nur Einsen. Aber kein Streber, moralisch integer, eigentlich ein guter Kumpel, ein wesentlich besserer Kumpel wahrscheinlich als ich es je war, ich weiß nicht, wir waren ja keine richtigen Kumpels. Jetzt mag ich den Julian nicht mehr sehen, der Julian hat am meisten Geld von uns und am meisten Kinder und wird auch langsam alt und müde, hat er dem Michael neulich mal gesagt. Kann ich mir vorstellen. Drei Mädchen und ein stressiger Bankjob mit Verantwortung und so, das würde mich auch noch schneller altern lassen, als es die Hartz-IV-Diät und die Depression ohnehin schon macht. Oder halten einen Kinder doch jung? Egal, das war damals, heute ist heute. Der Julian verdient sein Geld nicht mit Schreiben, aber er verdient bestimmt mehr wie der Oliver und der Manuel zusammen. Ich denke mal sicher im vierstelligen Monatsbereich. Ich schulde dem noch 500 Euro aber irgendwie fehlt mir die Moral, das zurückzuzahlen, obwohl ich es etwas schuftig von mir finde. Der Julian war nie so wie der Oliver von oben herab zu mir, aber er kommt auch nicht mit mir klar und ist immer so irritiert distanziert und früher in den Neunzigern hat er auch schon mal was Blödes gesagt wie: „Du kannst nicht immer die Gesellschaft für deine Probleme verantwortlich machen!“ Dabei habe ich das damals noch gar nicht getan, das mache ich erst seit zirka 2000. Damals habe ich meine Eltern für meine Probleme verantwortlich gemacht. Das ist doch noch was anderes, auch wenn meine Eltern Teil der Gesellschaft sind. Der hat es sicher nicht persönlich gemeint, dem wurde so was ja von seinem CDU-Vater immer eingetrichtert. Kann man ja auch nix für, wenn der Vater CDU ist. Meine Eltern waren SPD und mir hat es auch nicht geholfen.

Die Beiträge von Manuel waren wirklich gelungen, die meisten jedenfalls, ein oder zwei Stinker hat der auch geschrieben, aber wer nicht? Hemingway? Gertrude Stein? William Faulkner? Keine Ahnung. Die Beiträge von Manuel finde ich heute noch witzig, natürlich sind sie für ein spezielles Publikum geschrieben, is klar, aber er hat sich großartig sarkastisch und geistreich über unsere Lehrer lustig gemacht. Und sich was getraut. Mehrmals wurden wir seinetwegen zum Rektor gerufen und mussten zensieren und einmal haben wir dann trotzdem eine unzensierte Sondernummer auf dem Schulhof verteilt und der verarschte Lehrer hat groß rumgetönt, eigentlich sollte er uns anzeigen, aber wir seien ja nur dumme Schuljungen und blabla und es ist letztendlich nix passiert. Aber ich hatte Angst damals. Der Manuel nicht. Ich habe aber trotzdem mitgemacht, weil der Mut von Manuel hat ein bisschen Solidarität in einem ansonsten ziemlich rattenhaft feigen Dreadpan erzeugt.

Vielleicht reicht es schon aus, wenn man das eigene Leid unter der furchtbaren Langeweile mit genügend Pathos inszeniert, oder die Langeweile als etwas, das gefährliche Aggressionen auslösen kann, beschreibt. Vielleicht bin ich selbst so unglaublich langweilig, weil ich mich immer so von der äußeren Langeweile anstecken lasse; weil mich Langeweile meist nur müde macht und nicht pathetisch oder aggressiv. Wenn ich an Langeweile denke, jetzt gerade, wo ich an Langeweile denke und über sie schreibe, bin ich furchtbar müde. Das mag auch etwas mit der Schlaftablette zu tun haben, die ich gestern Abend nahm. Die dröhnt sicher immer noch etwas nach.
Radiomusik und Vor-Dämmerung, stürmisches Wetter hinter Doppelverglasung in wohliger Wärme bei Fanta-Kirschkuchen und Milchkaffee. Eine Vase mit Narzissen und anderen Blumen, die aus einem Einmachglas besteht, um dass man ein beiges Bändchen gebunden hat, wo sonst der Gummiring ist. Der Gummiring wäre cooler gewesen. Das kann auch ein Algorithmus machen. Glühwürmchen-Lämpchen in bauchigen Flaschen, wenn der Hausmeister seine Hausmeister-Geräte anstellt, dann muss er denen den Stecker ziehen und es fällt niemandem auf. Brettspiele von 1967 und ein Ast eines Baumes, der wie eine Gottesanbeterin ausschaut. Gesprächsfetzen über die Reha, die Gesundheit, die Familie und den Job zuhause oder Witzeleien. Noch nicht einmal Politik, nur das Wetter ab und zu und Sehenswürdigkeiten. Und ein paar Gerüchte über Kurschatten und Schlampen und Besoffene, die rausgeflogen sind und ein Hubschrauber ist mal gelandet. Ich falle hier ein bisschen auf, weil ich ein bisschen aus der Reihe falle, aber nur ein winziges bisschen. Weil ich mehr Wäsche auf der Leine habe als die anderen. Weil ich mal mit Kopfhörern zum Essen gegangen bin. Weil ich des öfteren auswärts spachtel. Aber ich falle nicht wirklich auf. Ich bin zu alt, um den Berufsjugendlichen 24/7 zu geben. Letztlich eben auch grauenhaft langweilig und müde und angepasst. Zuviel Stress, unangepasst zu sein hier. Auf Dauer würde ich mich hier in ein passendes Möbelstück verwandeln.

Das Lied „Everyday is like Sunday“ von den „Smiths“. Das geht auch über Langeweile. Aber so, dass es die Langeweile auf den Punkt bringt. Denke ich mal, was weiß ich vom AufdenPunktbringen? Ich weiß nur was von Langeweile, aber gewöhnlicher Langeweile, nicht essentieller Langeweile, sprichwörtlicher Langeweile, der platonischen Idee der Langeweile. Deshalb liebten es die Jugendlichen damals auch so. Ich muss mir den Text davon mal reinziehen. Obwohl ich die Smiths immer gehasst habe. Nur mal so aus Neugierde.

Das, was die Langeweile für mich so anziehend macht, ist die Assoziation mit Jugend. Als alter Sack bin ich zwar auch mal gelangweilt, aber selbst während der langweiligsten Momente bin ich mir meiner Sterblichkeit bewusst, und mit welchem irrsinnigen Tempo der Tod auf mich zurast. Es wäre so geil, ein gelangweilter Sechzehnjähriger zu sein, der sich gefangen fühlt und nur raus will, raus aus dem öden Ort, in dem er seit gefühlten Ewigkeiten feststeckt, ausbrechen aus dem Gefängnis der Unmündigkeit und davonlaufen ins große Abenteuer. Wie geil es wäre, zu Leiden, aber Träume, Hoffnungen und Illusionen und den ganzen Quatsch zu haben. Wenn ich erst hier raus bin, weg von dem, was mich ausbremst, lähmt, verkümmern lässt – wenn ich erst einmal frei durchatmen kann, mich mit coolen Leuten umgeben kann, die verstehen, was abgeht.

Sicher ist das ziemlich kitschig stereotyp und abgelutscht. Und naiv und dumm und kann ganz überl nach hinten losgehen, weil Enttäuschung ist vorprogrammiert. Aber immer noch wesentlich geiler als gelangweilt UND gestresst alt sein und älter werden. Natürlich nicht ganz so gut wie nie geboren worden zu sein, doch wer hatte schon das Glück?

Man ist aber ist kein gelangweilter Rebell mit überschüssiger Energie.
Stattdessen ist man alt und ausgelaugt, hat nix erlebt; und das bisschen, was man vielleicht erlebt hat, wird in der Erinnerung immer geiler und geiler, ist aber so weit entfernt, dass es genauso gut einem ganz anderen hätte passieren können, und es ist sowieso egal, denn das war mal und wird nie wieder sein und die Zukunft ist kein Ausweg, sondern ein Weg noch tiefer ins Gefängnis hinein.

Und ein alter Sack, der "geil" ohne Anführungszeichen benutzt ist kein Stück besser wie Jonathan Meese.

... link (5 Kommentare)   ... comment


Peter Wessel Zapffe, Ausgewählte Texte, übersetzt aus dem Norwegischen von Klaus-Dieter Bolz u. a., Thomas Bolz, Zürich 1999

Wenn einer dieses Buch hat und verkaufen möchte, bitte bescheid sagen! Bisher habe ich im Internet noch keine gebrauchte Ausgabe gefunden und im Buchhandel ist das Teil nicht mehr.

... link (0 Kommentare)   ... comment


weiter mit dem zapffe-messias (übersetzung von Klaus-Dieter Bolz)
III
Warum ist das Menschengeschlecht dann nicht schon längst unter großen Wahnsinnsepidemien ausgestorben? Warum gehen nur vergleichsweise wenige Individuen zugrunde weil sie den Druck des Lebens nicht aushalten – weil ihnen die Erkenntnis mehr gibt, als sie ertragen können?

Sowohl die Kulturgeschichte als auch die Beobachtung von uns selbst und von anderen liefert die Grundlage für folgende Antwort: Die meisten Menschen lernen sich zu retten, indem sie künstlich ihren Bewusstseinsinhalt reduzieren.

Hätte der Riesenhirsch in passenden Abständen die äußersten Spitzen seines Geweihs abgebrochen, wäre ihm vielleicht noch eine gewisse Zeit vergönnt gewesen. Zwar sicher fiebernd und unter ständigem Schmerz, im Verrat an seiner zentralen Idee, an dem Kern seiner Eigentümlichkeit, war er doch durch die Schöpfung zum Geweihträger unter den Tieren der Erde berufen. Was er an verlängertem Dasein gewonnen hätte, wäre an Sinn, an Lebenserhöhung verloren, eine Fortsetzung ohne Hoffnung also, ein Drängen nicht hinauf der Bestätigung entgegen, sondern über die sich dauernd erneuernden Ruinen der Bestätigung hinaus, ein selbstzerstörerischer Wettlauf mit dem heiligen Willen des Blutes.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 12. April 2018
Wie jetzt?
Jobcenter will mir mit 46Jahren noch Ausbildung finanzieren als Informatik Fachkraft? 2003 nach frisch abgebrochenem Studium hiess es noch "Nee, was wollen Sie denn bei unserem Psychologischen Dienst? Machen Sie mal Produktionshelfer!" Dann kam Sozialhilfe, Fehlberechnungen, mit dem Einzelfallhelfer zum Sozialamt um Zeugen zu haben, Hartz-IV und sinnlose Zwangsmaßnahmen, Coaching mit Ergebnis Bürohelfer, und heute, wo ich ungeduscht, unvorbereitet, verkatert und verwirrt uns kurz vor dem mentalen Meltdown bei der Sachbearbeiterin aufschlage, machen Sie mir Hoffnungen auf eine späte Wiedereingliederung in die Lichtwelt. Ich bin irgendwie überfordert.

... link (4 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 11. April 2018
NO MORE MISSES NICE GAL - Victoria McJustice sieht rot! (Ein Auszug aus dem neuen Roman von Victoria MCJustice)
... Ich hatte lediglich mit den zwei Trennstäben auf mich aufmerksam machen wollen, darauf, dass ich immer noch existiere, auch wenn ich nicht einkaufen gehe, oder wenn ich einkaufen gehe, ohne einzukaufen. Wenn ich also einkaufen gehe und unsichtbare Marmelade kaufe, weil die keinen Süßstoff, sondern unsichtbìaren Zucker enthält, der nicht fett macht, damit ich nicht so voluminös werde, wie das Pummelchen, das mir immer den hinteren Trennstab wegnimmt, weil es meine Existenz nicht respektiert, obwohl ich völlig wertfrei über seine voluminösen Fast Food Einkäufe urteile, dann, ja dann, werte Leser, und jetzt spitzen Sie ihre Ohren, dann NIMMT DIE FETTE SAU MIR WIE IMMER DEN HINTEREN TRENNSTAB WECH! Sie kennen mich, werteste Leserschaft, ich bin die Ruhe in Person, ich werde nie aggressiv, meine Waffe ist die spitze Feder, aber das mit dem Trennstab geht zu weit!!!
Also habe ich der fetten Sau ihren Trennstab auch weggenommen und dann in ihre dumme grinsende Fresse gerammt, bis sie aussah wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland, nur halt mit dem ekelhaft aufgequollenen Körper einer schwangeren Frau Moby Dick mit Blähungen, die einen Fesselballon verschluckt hat. Und Zähne und Blut und Schnodder lief ihr aus den rissigen, eitrigen Fehlernährungs-Mundwinkeln und fielen und tropften auf ihr XXXXXL-KIK-Einhorn-Shirt. Die dumme Fotze grinste mich auch weiterhin noch frech an, so als ob nix gewesen wäre. Sie schien mich immer noch ignorieren zu wollen und zermalmte einfach den Trennstab mit dem Restgebiss, das aus wer weiß welchen Tiefenschichten die zu dieser Aufgabe nötigen immensen Kaumuskelenergien herauspulte. Die übrigen Zähne brachen dabei mit einem widerwärtigen Geräusch ab, und wie Zahnfleisch und Kieferknochen alleine mit dem Trennholz fertig wurden, ist mir auch heute noch ein Rätsel; vielleicht war es ja billiges Tropenholz oder so.
Da nahm ich meine Pumpgun aus der Jutetasche und schoss ihr das Grinsen ein für alle mal aus dem Gesicht, bzw. das letztere einfach wech. Die Kassiererin, eine fleißige und humorvolle Person, bekam das meiste davon auf ihren Kittel gespritzt, aber sie kennt mich und meine kleinen Kapriolen und meinte dann noch witzig-sarkastisch mit typischer Berliner Herzschnauze: "Sie können mir hier doch nich einfach die schlafende Kundschaft mit Ihrer Knallerei aufwecken – ok!?" "Ach, Mensch, immer muss ich stören...", witzelte ich noch dazu und verließ nach den gängigen entsprechenden Verabschiedungsformulierungen gut gelaunt den Markt. Und nun zu uns, meine lieben Mitdenkenden! Was hätten Sie in dieser Situation gemacht? ...

... link (0 Kommentare)   ... comment


Ein Arthousefilm wird gezeigt
Wie meine etwas alberne Regel "Maximal 1x pro Woche auf Jeffrey Dahmer masturbieren" so gut zu meiner Neigung passt, die Kühltruhe maximal dreiviertelvoll zu packen. Hauptsächlich Ristorante Schokopizza und Wagner Lachs Spinat.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Flachwitz des Tages
I have a new job. As a singer in a band. We call ourselves "BMI 666". That's exactly the number of our individual BMIs added up to one number of a really really fat beast. It's a also a very fitting name. For a gastric band.

... link (3 Kommentare)   ... comment


"Der Mensch blickt über den Erdball,
und der atmet wie eine große Lunge; atmet er aus, dann strömt das köstliche Leben aus allen Poren und streckt die Arme der Sonne entgegen, atmet er aber ein, dann geht ein Stöhnen des Zerfalls durch das Gewimmel und die Leichen peitschen auf die Erde wie Hagelschauer."

... link (0 Kommentare)   ... comment


Peter Wessel Zapffe, Der letzte Messias (Den siste Messias), Transkript einer Lesung der deutschen Übersetzung von Klaus-Dieter Bolz
Der letzte Messias

I
Eines Nachts in längst vergangener Zeit erwachte der Mensch und sah sich selbst.

Er sah, dass er nackt war unter dem Kosmos, unbehaust in seinem eigenen Körper. Alles löste sich auf vor seinen prüfenden Gedanken, Wunder über Wunder, Schrecken über Schrecken erkannte er durch seinen Geist.

Da erwachte auch das Weib und sprach, es sei an der Zeit hinaus zu gehen und Beute zu machen. Und er ergriff seinen Bogen, die Frucht der Vermählung von Geist und Hand, und er ging hinaus unter die Sterne. Als aber die Tiere an ihre Wasserlöcher kamen, wo er sie aus alter Gewohnheit erwartete, da fühlte er nicht mehr den Tigersprung in seinem Blut, sondern ein großes Klagelied über die Leidens-Bruderschaft zwischen allem, was lebt.

An diesem Tag kam er nicht mit Beute nach Hause, und als sie ihn beim nächsten Neumond fanden, saß er tot am Wasserloch.

II
Was war geschehen? Ein Bruch Lebenseinheit, ein biologisches Paradoxon, eine Ungeheuerlichkeit, eine Absurdität, eine Hypertrophie katastrophaler Natur. Das Leben war über das Ziel hinausgeschossen und hatte sich selbst gesprengt. Eine Art war zu stark bewaffnet worden, ihr Geist machte sie nicht nur nach außen hin allmächtig, er gefährdete in gleichem Maße ihr eigenes Wohlergehen. Ihre Waffe war wie ein Schwert ohne Griff und Heft, eine zweischneidige Klinge, die alles spaltet; doch wer sie gebrauchen will, muss die Schneide umgreifen und die eine Spitze gegen sich selbst wenden.

Trotz seiner neuen Sicht war der Mensch noch immer im Stoff verwurzelt. Seine Seele war darin eingesponnen und seinem blinden Gesetz unterworfen. Aber gleichzeitig konnte er den Stoff als Fremder betrachten, konnte sich anderen Phänomenen gleichsetzen, seine eigenen vitalen Prozesse durchschauen und einordnen. Er kommt zur Natur wie ein ungebetener Gast; vergebens reckt er seine Arme aus und bittet auf Knien wieder vereint zu werden mit dem, was ihn geschaffen hat : Die Natur antwortet nicht mehr, sie tat am Menschen ein Wunder, aber seither kennt sie ihn nicht mehr. Er hat sein Heimatrecht im Universum verloren, vom Baum der Erkenntnis gegessen und ist ausgestoßen aus dem Paradies. Er ist mächtig in der nahen Welt, aber er verflucht seine Macht, denn er hat sie mit der Harmonie seiner Seele erkauft, seinen Zustand der Unschuld mit dem Burgfrieden im Schoß des Lebens.

So steht er da mit seinen Gesichten, vom All verraten, in Verwunderung und in Angst. Auch das Tier kannte die Angst, im Gewitter und unter der Pranke des Löwen. Doch der Mensch bekam Angst vor dem Leben selbst – ja sogar vor seinem eigenen Wesen. Leben – das war für das Tier die Muskeln spielen zu fühlen, Brunst und Spiel, Kampf und Hunger und sich am Ende dem Gesetz des Selbstverständlichen zu unterwerfen. Das Leiden ist beim Tier auf sich selbst begrenzt, für den Menschen ist es der Einbruch der Angst vor der Welt und Verzweiflung am Leben. Schon zu Beginn der Fahrt auf dem Fluss des Lebens erfüllt der Sturzfall des Todes mit seinem Brausen das Tal immer näher und vergällt ihm die Reisefreude. Der Mensch blickt über den Erdball, und der atmet wie eine große Lunge; atmet er aus, dann strömt das köstliche Leben aus allen Poren und streckt die Arme der Sonne entgegen, atmet er aber ein, dann geht ein Stöhnen des Zerfalls durch das Gewimmel und die Leichen peitschen auf die Erde wie Hagelschauer. Nicht nur seinen eigenen Tag sah er, sondern vor seinem Blick tat sich die Scholle der Friedhöfe auf, und der Jammer versunkener Jahrtausende heulte ihm aus den Mündern grässlich verwester Gestalten entgegen, die erdgewordenen Träume der Mütter. Der Vorhang der Zukunft zerriss und zeigte ihm einen Alptraum endloser Wiederholungen, ein zweckloses Gebräu organischen Stoffs. Durch die Pforte des Mitleids hält das Leiden von Milliarden Menschen seinen Einzug in ihn, von allem was geschieht schallt ihm ein Hohngelächter über seine Forderung nach Gerechtigkeit, seinem höchsten ordnenden Prinzip entgegen. Er sieht sich selbst im Mutterleib entstehen, er hält seine Hand zum Himmel und sie hat fünf Strahlen; woher diese teuflische Fünfzahl, und was hat sie mit meiner Seele zu tu? Er ist sich selbst nicht mehr selbstverständlich – er betastet seinen Leib mit höchstem Entsetzen; das bist du, und bis hierher reichst du und nicht weiter. Er trägt eine Mahlzeit in sich, die gestern ein Tier gewesen war, und jetzt sauge ich es auf und mache es zu einem Teil meiner selbst , und wo beginne ich und wo höre ich auf? Die Dinge ketten sich zusammen in Ursache und Wirkung und alles, was er greifen will, löst sich auf vor dem prüfenden Gedanken. Bald sieht er nur noch Mechanik, sogar in dem, was ihm bisher wert und teuer war, im Lächeln der Geliebten – es gibt auch andere Arten von Lächeln, zum Beispiel das eines zerrissenen Stiefeln mit Zähnen. Zum Schluss sind die Eigenschaften der Dinge nur Eigenschaften seiner selbst. Nichts existiert ohne ihn selbst, alle Dinge wenden sich zurück zu ihm selbst, die Welt ist nur ein gespenstisches Echo seiner eigenen Stimme – mit lautem Schreien springt er auf und will sich selbst auf die Erde speien zusammen mit seiner unreinen Mahlzeit, er fühlt den Wahnsinn kommen und will den Tod suchen, bevor er noch die Fähigkeit dazu verliert.

Aber wie er vor dem Tod steht als dem unmittelbar Nächsten, da erfasst er auch das Wesen des Todes und die kosmische Gewalt in dem Schritt, den er sich angeschickt hat zu tun. Seine schöpferische Phantasie sieht neue fürchterliche Möglichkeiten hinter dem Vorhang des Todes, und er erkennt, dass es selbst bei ihm keine Zuflucht gibt. Und jetzt werden ihm die Umrisse seiner biologisch kosmischen Situation deutlich: Er ist ein wehrloser Gefangener des Universums, er wird aufbewahrt um namenlosen Möglichkeiten anheim zu fallen.

Von diesem Augenblick an befindet er sich in einem Zustand chronischer Panik.

Ein solches „kosmisches Panikgefühl“ ist fundamental in jedem menschlichen Bewusstsein. Die Art scheint zum Untergang bestimmt zu sein, indem jede effektive Maßnahme zur Bewahrung und Fortsetzung des Lebens ausgeschlossen ist, solange die gesamte Aufmerksamkeit und Energie des Individuums dazu gebraucht wird, die katastrophale Hochspannung in seinem eigenen Inneren auszuhalten oder abzureagieren.

Dass eine Art durch die Überentwicklung einer einzigen Fähigkeit lebensuntüchtig wird, ist ein Tragödie, die nicht nur den Menschen getroffen hat. So meint man zum Beispiel zu wissen, dass gewisse Hirsche in paläontologischer Zeit untergingen, weil ihr Geweih zu groß geworden war. Mutationen arbeiten blind, sie treten auf und wirken ohne Interessenkontakt mit dem Milieu.

In Zuständen der Depression kann das Bewusstseinserlebnis mit einem solchen Geweih verbildlicht werden, das trotz all seiner phantastischen Pracht seinen Träger zu Boden zwingt.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Dienstag, 10. April 2018
Coverversionen von Country-Klassikern in Kampangan sollen angeblich antidepressiv wirken


Konnte leider nicht verifiziert werden.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Montag, 9. April 2018
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Es war bescheuert von mir, mich an einer Übersetzung von "Der letzte Messias" zu versuchen, wo es doch schon eine gibt, auch wenn sie nicht im Buchhandel erhältlich ist. Ich hatte das Youtube-Video vergessen. Natürlich ist es wesentlich einfacher, das zu transkribieren. Ich weiß, es interessiert keine Sau, aber ich will den Text für mich schriftlich haben und falls es doch eine Sau interessiert, dann kann die sich die Transkription sparen. Von wegen Copyright und so wird das wahrscheinlich alles nicht ganz astrein sein. Dann verklag mich doch!

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 8. April 2018
Dreadpan sein großer Zitatenschatz I
"Nicht geboren zu werden, ist weitaus das Beste."

Sophokles, irgendwann vor Jesus Geburt

"Stimmt!"

Jesus, kurz vor seinem Tod

... link (16 Kommentare)   ... comment


Dilettantischer Übersetzungsversuch der englischen Übersetzung von "Den siste Messias" von Peter Wessel Zapffe
http://www.homoludens.no/2007/12/26/den-siste-messias/

https://philosophynow.org/issues/45/The_Last_Messiah

Der letzte Messias

I
Eines Nachts vor sehr langer Zeit erwachte der Mensch und sah sich selbst.
Er sah, dass er nackt war unter dem Kosmos, heimatlos in seinem eigenen Körper. Alle Dinge lösten sich auf vor seinem prüfenden Verstand, Wunder über Wunder, Schrecken über Schrecken bereiteten sich in seinem Geist aus.
Auch die Frau erwachte und sagte, es sei Zeit zu jagen. Und er nahm Pfeil und Bogen, Frucht der Hochzeit von Hirn und Hand, und ging hinaus unter die Sterne. Doch als die wilden Tiere an ihren Wasserstellen erschienen, wie es ihre Gewohnheit war und wie er es von ihnen erwartet hatte, fühlte er nicht mehr den Sprung des Tigers in seinem Blut, sondern einen großen Psalm über die Bruderschaft des Leidens zwischen allem, was lebt.
An jenem Tag kehrte er nicht mit Beute zurück, und als sie ihn beim nächsten Neumond fanden, saß er tot an der Wasserstelle.

II
Was ist passiert? Ein Bruch in der Einheit des Lebens, ein biologisches Paradoxon, eine Ungeheurlichkeit, eine Absurdität, eine Hypertrophie katastrophaler Natur. Das Leben ist übers Ziel hinausgeschossen und hat sich dabei selbst gesprengt. Eine Spezies wurde zu schwer bewaffnet, ihr Geist allmächtig nach außen, aber gleichermaßen bedrohlich für ihr eigenes Wohlergehen. Die Waffe dieser Spezies war wie ein Schwert ohne Griff oder Griffplatte, eine zweischneidige, alles zerspaltende Klinge; wer sie schwingen will, muss die Klinge greifen und eine Schneide gegen sich selbst richten.

...
...
...

... link (2 Kommentare)   ... comment


Hvorfor er menneskeslegten da ikke forlængst dødd ut under store vanvidsepidemier? Hvorfor er der bare et forholdsvis ringe antal individer som forkommer fordi de ikke kan holde livspresset ut, – fordi erkjendelsen gir dem mer enn de kan bære? Saavel aandshistorien som iagttagelsen av os selv og andre gir basis for følgende svar: De fleste mennesker lærer at redde sig ved kunstig at redusere sit bevissthetsindhold.

Why, then, has mankind not long ago gone extinct during great epidemics of madness? Why do only a fairly minor number of individuals perish because they fail to endure the strain of living — because cognition gives them more than they can carry? Cultural history, as well as observation of ourselves and others, allow the following answer: Most people learn to save themselves by artificially limiting the content of consciousness.

Aber warum ist die Menschheit dann nicht schon lange ausgestorben durch Massenepidemien des Wahnsinns? Warum stirbt nur eine relativ kleine Anzahl von Indivduen, weil sie die Qual des Lebens nicht ertragen könen? Kulturgeschichte und die Selbstbeoabchtung sowie die Beobachtunge Anderer erlaubt folgende Antwort: Die meisten Menschen lernen, sich selbst zu retten, indem sie künstlich die Grenzen ihres Bewusstseins begrenzen.

The Last Messiah [Den sidste Messias] (1933)

... link (3 Kommentare)   ... comment


Wenn ein Mensch in einer Depression seinem Leben ein Ende setzt, dann ist das ein natürlicher Tod aus spirituellen Gründen. Die moderne Barbarei des Selbstmörder-"Rettens" basiert auf einer haarsträubenden Fehlwahrnehmung der Natur der Existenz.

When a human being takes his life in depression, this is a natural death of spiritual causes. The modern barbarity of 'saving' the suicidal is based on a hair-raising misapprehension of the nature of existence.

The Last Messiah [Den sidste Messias] (1933)

... link (0 Kommentare)   ... comment


Peter Wessel Zapffe

Peter Wessel Zapffe (* 18. Dezember 1899 in Tromsø; † 12. Oktober 1990 in Asker) war ein norwegischer Schriftsteller, Philosoph und Bergbesteiger. Er war ursprünglich Jurist.


Werke

Om det tragiske Gyldendal Norsk Forlag, Oslo, 1941, OCLC 922589007 (Dissertation (Utgitt i samarbeid med Filosofilærernes Forening, avhandlinga for graden dr. ph.) Universität Oslo 1941, 626 Seiten, deutsch: Über das Tragische); Neuauflage: Pax, Oslo 1996, ISBN 82-530-1842-8

Vett og uvett. Stubber fra Nordland og Troms, (Trondheim 1942)
Den fortapte sønn, en dramatisk gjænfortelling (Oslo 1951)

Indføring i litterær dramaturgi (1961)

Den logiske sandkasse (Oslo 1965)

Essays og epistler (1967)

Barske Glæder (1969)

Lyksalig pinsefest, Roman (1972)

Hos doktor Wangel, Schauspiel (1974), unter dem Pseudonym »Ib Henriksen

Spøk og alvor: epistler og leilighetsvers (1977)

Rikets hemmelighet (Oslo 1985)



Deutsche Ausgaben

Ausgewählte Texte, übersetzt aus dem Norwegischen von Klaus-Dieter Bolz u. a., Thomas Bolz, Zürich 1999, ISBN 3-952138-93-2.

Bei Doktor Wangel, übersetzt aus dem Norwegischen von Klaus-Dieter Bolz u. a., Thomas Bolz, Zürich 2001, ISBN 3-9521389-5-9.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Freitag, 6. April 2018

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 28. März 2018
Kitzelspritz. Alter, so geil was die sich auf gayromeo für nicknames einfallen lassen! Kitzelspritz, der kleine Fussfetischist. Jetzt muss ich nur noch nen arbeitslosen Kinderbuch Illustrator finden und Einkommen für 2019 muss vielleicht nich vom Staat bezahlt werden.

... link (0 Kommentare)   ... comment


So jetzt sitze ich in der Rezeption vom ZAR Berlin und warte auf mein Gruppentherapie Vorgespräch mit einer Frau El Ghaddafi oder so ähnlich. Man kann nicht sagen, dass ich es nicht versuche.
..... Alter Schalter - die Frau ist mindestens eine 8 von 10 und kaum 30 dem Aussehen nach. Herr S, ich wünschte, ich könnte Ihnen ein Foto von der zeigen!

... link (3 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 27. März 2018
So das mit dem Mitmachen vergessen wir ganz schnell wieder.
Wenn man schon in den Freitod geht, dann wie ein Mann: einsam und männlich verbittert. Dopppelselbstmord a la Bonnie and Clyde kriege ich sowieso nich mehr hin. Suicide by cop an sich wäre eine Option, aber Geiselnahmen wollen gut vorbereitet sein. Zum Glück habe ich ja noch vier Jahre Zeit.

... link (9 Kommentare)   ... comment